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The Book of Eli - Filmkritik

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Und die Erde war wüst und leer

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30 Jahre, nachdem eine Katastrophe die Menschheit fast gänzlich ausgelöscht hat, zieht Denzel Washington auf besonderer Mission durch das verwüstete Amerika: Er will die letzte verbliebenen Kopie der Bibel in Sicherheit bringen.

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Als Mischung zwischen Mad Max und Jesus bahnt sich Denzel Washington in der Rolle des Eli seinen Weg durch eine Gesellschaft, die im Kampf um das nackte Überleben jegliche Vorstellung von Moral verloren hat. Bei der Lektüre seines wertvollen Buches scheint Eli allerdings noch nicht im neuen Testament angekommen zu sein: Denn Eli hält keineswegs die zweite Wange hin, wenn er auf Widerstand stösst, sondern handelt eher nach dem Grundsatz «Auge um Auge».

So ist «The Book of Eli» von Albert und Allen HughesFrom Hell») vor allem zu Beginn ein genretypischer Endzeit-Actionfilm im Stile von «Mad Max». In brutalen Kämpfe gegen Wegelagerer und Vergewaltiger erweist sich Washington als äusserst kampftauglich, der wie Mel Gibson Gliedmassen abtrennt, ohne mit der Wimper zu zucken. Wenngleich sehr stimmungsvoll inszeniert, haben die Hughes-Brüder hier der bekannten postapokalyptischen Szenerie nicht viel Neues zuzufügen.

Interessant ist dann, dass die Hughes-Brüder die Religion zunehmend ins Zentrum ihres Filmes rücken. Die zentrale Geschichte des Eli, der dank der heiligen Schrift über sich hinauswächst und beinahe unbesiegbar wird, mutet zwar seltsam naiv an. Dieser Geschichte werden aber weitere Handlungsstränge gegenübergestellt, die das Thema Religion aus anderen Blickwinkeln angehen: So zeigt sich bald, dass religiöse Konflikte der Auslöser der Apokalypse waren und Elis Widersacher Gary Oldman will die Bibel unbedingt haben, weil er glaubt, sich mit ihr die Menschen Untertan machen zu können. Und immer wieder erscheint die Bibel auch als von Menschen geschaffener Text, der den gleichen Stellenwert einnimmt wie etwa ein Gemälde von Da Vinci, ein Song von Johnny Cash oder eben auch der Koran und die Tora.

Als Actionfilm ist «The Book of Eli» zwar nicht sonderlich originell, dank den Widersachern Washington und Oldman sowie der stimmungsvollen Inszenierung aber durchaus gelungen. Das besondere am Film ist allerdings, dass er das Thema Religion unmissverständlich ins Zentrum rückt, dabei aber keine klaren Positionen bezieht, sondern die verschiedenen Aspekte nur antippt und die Interpretation weitgehend offen lässt. [Andres Hutter]

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m&m's movie world filip: religiöser mad max trip...
m&m's Urs23: Bildstarker, sehr speziell gemachter Film, der ein...
m&m's Ingrid: Ist schon ein sehr spezieller Film, aber irgendwie...
m&m's 2fuexli: Stark! Ein Hoffnungsbringer, beeindruckend standha...
m&m's Dominic: Ziemlich traurig wenn man so bedenkt. Aber auch se...