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Alle Kommentare (6) m&m's Movie Charts

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blaze35

Zug, 48

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Tannöd - Filmkritik

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19

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Land (Jahr): Deutschland (2009)
Genre:Crime, Drama, Thriller
Filmlänge:100min
Regie:Bettina Oberli
Kinostart:19.11.2009
 14.07.2010 (Romandie)
Drehbuch:Petra Lüschow

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Ein Dorf voller Verdächtiger

40

Wer Andrea Maria Schenkels Roman «Tannöd» las, sollte nur am Rande an dessen reale Inspiration denken - einen bis heute ungeklärten Mordfall aus dem Jahre 1922. Mit Bettina Oberlis gleichnamigem Film und seiner Vorlage verhält es sich ähnlich: allzu genau sollte man den Bestseller beim Blick auf die Leinwand nicht im Kopf haben.

© Constantin Film/T. Trambow
© Constantin Film/T. Trambow
© Constantin Film/T. Trambow
© Constantin Film/T. Trambow
© Constantin Film/T. Trambow
© Constantin Film/T. Trambow
© Constantin Film/T. Trambow
© Constantin Film/T. Trambow
© Constantin Film/T. Trambow
© Constantin Film/T. Trambow

Bettina Oberli entfernt sich ziemlich weit von dem Buch, das als kleinteiliges Mosaik aus verschiedenen Erzählstimmen und Perspektiven daherkommt. Gleich eine ganz neue Ebene wird der Geschichte hier verpasst, als die junge Krankenschwester Kathrin (Julia Jentsch) zwei Jahre nach dem Mord an der Familie Danner in ihre Heimat zurückkehrt, um ihre Mutter zu beerdigen. Überall wird sie mit den dunklen Schatten jener Tat konfrontiert, und versucht schließlich, das dichte Netz aus Geheimnissen, Lügen und Schweigen zu entwirren, das bleischwer auf den Bewohnern des Ortes lastet. Doch es dauert nicht lange, bis sie sich selbst darin zu verfangen droht.

Vom bigotten Pfarrer über Kathrins Jugendschwarm bis hin zu ihrer verstorbenen Mutter scheint niemand frei von Schuld, und auch wenn der Film anders als das Buch diese Menschen nie in den Mittelpunkt rückt, so drücken sie ihm doch ihren Stempel auf. Denn so sehr «Tannöd» dem Zuschauer mit der patenten Protagonistin eine Identifikationsfigur an die Hand gibt, so sehr bemüht er sich auch um unchronologisches Erzählen und unterschiedliche Blickwinkel. Immer wieder werfen Rückblenden ein wenig Licht auf die Geschehnisse des Mordtages, manchmal direkt und ungefiltert, dann wieder verfälscht durch die Wiedergabe eines Dritten. Hin und wieder spürt man dabei die Schwierigkeiten, der Struktur des Romans zumindest ansatzweise treu zu bleiben - und gelegentlich gerät «Tannöd» leicht aus dem sonst reizvoll in der Schwebe gehaltenen Takt.

Doch was Bettina Oberli, die mit «Die Herbstzeitlosen» zuletzt einen der erfolgreichsten Schweizer Filme aller Zeiten gedreht hatte, ab und an im Halten der Spannung misslingt, macht sie durch ihr Gespür für Atmosphäre wieder wett. Die beklemmende Enge der Provinz in den beginnenden 1960ern, die zur unheimlichen Musik wogenden Wälder und die vieldeutig gezeichneten Figuren verdichten sich zu einem gespenstischen Sittengemälde, das mindestens so sehr Heimatdrama wie Krimi ist und von Kameramann Stéphane Kuthy in stimmigen Bildern eingefangen wird. [Patrick Heidmann]

weitersagen

m&m's Noemi: ... fast zu spannend für zartbesaite Seelen......
m&m's Florian: Mit grosser Spannung und der Hoffnung auf einen sp...
m&m's Patricia: Solche "Heimat"filme gab es schwarzweiss schon zig...
m&m's Carmen: Der Film packt einem bis zum Schluss, eiskalt nich...
m&m's Matthias: Im grossen und ganzen ein sehr guter und spannende...