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Madly in Love - Filmkritik

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Land (Jahr): Schweiz (2009)
Genre:Drama
Filmlänge:82min
Regie:Anna Luif
Kinostart:11.03.2010
Drehbuch:Elke Rössler
 Eva Vitija-Scheidegger

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Kollywood nach Zürcher Art

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Der zweite Spielfilm der Zürcherin Anna Luif («Little Girl Blue») ist eine romantische Komödie mit Bollywood-Elementen um die Liebe zwischen einem Tamilen und einer Deutschen in Zürich.

Bildgalerie

Der junge Zürcher Tamile Devan (Muraleetharan Sandrasegaram) will dem Wunsch seines Vaters entsprechen und eine arrangierte Heirat eingehen. Die nicht nur räumlich weit entfernte Braut Nisha wird er erst kurz vor dem Hochzeitsfest treffen, so will es die Tradition. Immerhin hat man sich per Video-Chat schon einigermassen aneinander gewöhnt. Devans Leben verläuft also in vorbestimmten Bahnen, bis er plötzlich in romantische Turbulenzen gerät: An seinem Arbeitsplatz lernt er die die alleinerziehende Mutter Leo (Laura Tonke) kennen. Der Clash of Cultures ist heftig und leidenschaftlich. Dunkelhaarige Determiniertheit trifft auf rotblonde Ungebundenheit, deutsch-zürcherische Trend- auf tamilische Subkultur. Und plötzlich ist da grosse Liebe. Doch das bevorstehende Hochzeitsfest wirft seine Schatten voraus. Wird Devan heiraten, und wenn ja: wen?

Die Zürcher Regisseurin Anna LuifLittle Girl Blue») hat mit «Madly in Love» nach Oliver Paulus' «Tandoori Love» eine weitere Referenz an das Kino des indischen Subkontinents geschaffen, in Erwiderung auf dessen Liebe zur Schweizer Alpenkulisse. Anders als Paulus widmet Luif ihren Film den Schweizer Tamilen und «Kollywood», dem srilankischen Pendant Bollywoods. Dass die Annäherung an die tamilische Kultur oberflächlich bleibt, ist verständlich. Schliesslich sollen solche Filme vor allem Anlass für eine Menge kunterbunter Musikeinlagen sein: Kleegrüne Alpweiden und der urbane Zürcher «Chreis Cheib» geben hier die Kulisse, dazu gibt's «Love is in the Air» und Tänzer im Hindi-Style. Und man wundert sich: Sind das nicht die «Friends» aus «Benissimo»? Wie weiland bei «Bäckerei Zürrer» kann die interkulturelle Liebe nur überleben, wenn zuerst allerlei Vorurteile aus dem Weg geräumt werden.

Das alles kommt mit wenig Budget, aber viel Herzblut, Tempo, Frische, Romantik und zuweilen auch wohltuender Ironie daher. Und ist auch nicht durchgehend ohne Schwächen: Das hohe Tempo macht es zuweilen etwas schwierig, die Handlungen und Wandlungen der Protagonisten nachzuvollziehen. Was aber mit viel Charme und dem Charisma - vor allem auch des Hauptdarstellers, einer erfreulichen Neuentdeckung! - wettgemacht wird.



[Tobias Asch]

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m&m's Annia: Die Bezeichnung "Kollywood" hat nichts zu tun mit ...
m&m's Laila: Da tun einem die Augen und Ohren weh! Musste im le...
m&m's Florian: Sehr guter Film, mit jedoch absehbarem und abrupte...
m&m's Yvonne: Der Film ist etwa wie der Mundgeruch, den man hat,...
m&m's Judit: Ein feinfühliger, optimistischer, farbenfroher, dy...