Andis (Emma Roberts) grenzdebile Pflegeeltern, ein Rockduo für Arme, dulden keine Tiere in ihrer verwahrlosten Bude. Das zwingt den aufgeweckten Teenager und ihren kleinen Bruder Bruce (Jake T. Austin), ihren geliebten zugelaufenen Kläffers Friday zur Adoption freizugeben. Eine schnelle Lösung ist alsbald gefunden, denn in einem riesigen verlassenen, alten Hotel finden sie nicht nur für ihren Hund Platz, sondern etablieren in der ehemaligen Edelherberge ein Zufluchtsort für entlaufene, entschwundene und gequälte Kreaturen.
Die Ideenvielfalt, mit der diese rasant und stringent inszenierte Story aufwartet, ist mehr als nur beeindruckend. Für die Bulldogge mit pathologischem Kauzwang etwa wird ein «Schuhspendier»-Automatismus erfunden, die gesamte Meute nimmt Platz an einer sich selbst deckenden Tafel mit diversen Streuner-Delikatessen oder die absolut aseptische Hundetoilette mit Wasserspülung und fachgerechter Haufenentsorgung mutet hygienischer an, als bei vielen Zweibeinern. Ferner bietet das Etablissement einen Fahrtwind-Simulator, eine vollautomatische Näpfchen-Befüllanlage oder gar den elektronischen Nachthimmel inklusive strahlendem Vollmond zum romantischen Anheulen.
Das ist schon schön verrückt, und verrückter werden die Dreharbeiten mit Dutzenden von animalischen Akteuren gewesen sein, was natürlich eine zusätzliche Herausforderung nicht nur für die Dog-Trainer war. Diverse Kameratakes mussten wegen lautstarken Gebelles oder unruhigen Lampenfiebers der Pfötchen-Protagonisten endlos wiederholt werden. Aber das ist die professionelle disneysche Erfolgs-Formel. Märchenhaftes mit Menschlichem zu verquicken, getragen durch rührige Tragik und rasante Dramatik, gepfeffert mit Konflikt und Happy End, garniert auf dem silbernen Tablett des täglich Möglichen. Wer mag sich damit nicht gerne (auch unfreiwillig) identifizieren?
Der charismatische Don Cheadle würzt das witzige Werk mit glänzendem Hollywood-Charisma, und es bedarf keiner großen Erwähnung, dass er im Gegensatz zu den Möpsen als Mindestlöhner seine Gage wert ist, aber sichtlich vom schauspielerischen Aspekt unterfordert bleibt. Und die beiden Jugendlichen, Emma Roberts und Jake T. Austin demonstrieren eine respektable Performance, wenigstens, was dieses Genre betrifft. Überdies mag es ebenso erstaunen, daß selbst Arthausfilm-Freaks sich bei diesem unanstrengenden Filmcoup das Lachen nicht verkneifen können.
Teil 2 der Filmkritik: super. Der Jack Russell Terrier Friday ist wirklich ein netter Kerl. Der Film ist ja von einem Buch, eh klar, wer kann so was süßes schon erfinden wie immer, guter Film Gutes Bu...
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