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Coco avant Chanel - Filmkritik

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Aka Titel:Coco Chanel - Der Beginn einer Leidenschaft
Land (Jahr): Frankreich (2009)
Genre:Drama
Filmlänge:105min
Regie:Anne Fontaine
Kinostart:28.05.2009
 22.04.2009 (Romandie)
 29.05.2009 (Tessin)

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Eine gegen (fast) Alle

40

Über 40 Biografien, etliche Verfilmungen und ein Broadwaystück hat Coco Chanels Leben bereits inspiriert. Das Biopic von Anne Fontaine erzählt nun die Vorgeschichte: Wie ein armes Mädchen zur berühmtesten Modedesignerin der Welt wurde.

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Schon der Titel verrät es ja: Anne Fontaines Interesse liegt darum nicht primär in der Modegeschichte oder den radikalen Neuerungen, die Coco Chanel in der Mode durchsetzte. Vielmehr fasziniert die Regisseurin der charismatische, stolze, einsame und bisweilen misanthropische Charakter der Chanel.

«Coco avant Chanel» beginnt im Waisenhaus, wo Gabrielle, genannt «Coco» Chanel (Audrey Tautou) mit ihrer Schwester aufwächst. Jeden Sonntag wartet sie vergeblich darauf, dass der Vater sie beide abholt. Jahre später treten die Schwestern als Sängerinnen in einem Variété vor besoffenen Soldaten auf. Hier lernt Coco Etienne Balsan (Benoît Poelvoorde) kennen. Als ihre Schwester nach Paris zieht, fällt Coco die folgenschwere Entscheidung, Balsan auf sein Anwesen zu folgen. Während er sich mit seinen Rennpferden beschäftigt, macht sich Coco an seiner Garderobe zu schaffen und beginnt zu experimentieren.

Der Hausherr hält Coco vor der mondänen Gesellschaft versteckt. Aber Chanel weiss sich zu helfen: Sie führt sich gleich selbst in Männerreiterhose und Hemdbluse gekleidet in die feine Gesellschaft ein. Dem aparten Charme der Rebellin erliegt auch Arthur «Boy» Capel, Chanels späterer Gönner und grosse Liebe. Er ermuntert sie, den Traum von einem Hutgeschäft zu verwirklichen - ganz zum anfänglichen Missfallen des eifersüchtigen Balsan.

«Coco avant Chanel» entwickelt sich mehrheitlich entlang dieser Dreiecksgeschichte. Der Film zeigt eine junge Rebellin, die ihren Platz in der Welt sucht und vor allem auf ihren eigenen Beinen stehen will. Tautous reduziertes Spiel betont die Fragilität und das In-sich-gekehrt-sein der unergründlichen Figur Chanel angenehm ungekünstelt. Zur Höchstform läuft Tautou allerdings als aufmüpfige Coco in Szenen mit dem grossartigen Benoît Poelvoorde auf: Das oft liebevolle Gezänke zwischen Balsan und Coco hat Slapstick-Qualitäten.

Dem Film gelingt es auch, in Sachen Feminismus und Freiheit einen neuen Aspekt zu beleuchten, macht er doch klar, dass die Unabhängigkeit Coco Chanels nicht durchwegs als «Feminismus avant la lettre» zu verstehen ist. Denn diese beruhte nicht unbedingt auf freier Wahl sondern war durchaus eine Frage der Klassenzugehörigkeit.

[Isabelle Stüssi]

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m&m's movie world filip: nichts neues... langweilig.. wie eine Biografie oh...
m&m's anthii: ich fand den film sehr gut...
m&m's Tuvok: Als dann 1983 Karl Lagerfeld für Chanel Mode entwo...
m&m's Tuvok: Manche Menschen sind Visionäre, sie heiraten nie, ...
m&m's Nicole: Super Film, Audrey Tautou spielt sehr gut....