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Seven Pounds - Filmkritik

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Finanzberater als Gutmensch

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Mit jedem Film wird Will Smith mehr zum schwarzen Jesus: In der Rolle des trauernden Witwers opfert er in «Seven Pounds» Gesundheit, Hab und Gut, um den Schwachen zu helfen. Ein Drama von emotionaler Wucht, vollgestopft mit biblischer Symbolik, bedeutungsschwangerer Romantik - und fast unerträglichem Herzschmerz.

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Mit seiner Gutmensch-Schmonzette «The Pursuit of Happyness» visualisierte der italienische Filmemacher Gabriele Muccino etwas streberhaft die amerikanisch propagierten Vorlieben für Idealismus, christliche Nächstenliebe und den ureigenen Traum der eifrigen vom-Tellerwäscher-zum-Millionär-Ethik. Sein neues Drama ist die metaphorisch überfrachtete Märchengeschichte eines altruistischen Helden.

Nach dem von ihm verschuldeten Unfalltod seiner Frau, übt sich Ben Thomas (Will Smith) in ganz besonderer Art der Reinwaschung: Als Finanzbeamter hilft er hoch verschuldeten Existenzen heimlich mit großzügigen Steuererleichterungen. Mehr noch: Kranken Menschen spendet er Teile der eigenen Organe. Wie unpassend, dass sein neuer Schwarm Emily (Rosario Dawson) - furchtbar bedeutungsschwanger - ein krankes Herz hat, während seins noch immer gebrochen ist.

Das biblische Motiv der Opferbringung und Kasteiung ist eigentlich eine Steilvorlage für einen klassischen Charakterdarsteller. Will Smith ist (noch) keiner, weshalb er in den Momenten der Rührung und emotionaler Schwere eher einem beleidigten Jungen gleicht, der um den Verlust seines Lieblingsspielzeugs trauert. Das konstant moralische How-to-behave-Moment der Geschichte und das biedere Vorleben richtiger Benimmregeln sollten dem aufgeklärten, erwachsenen Kinogänger spätestens zur Filmhälfte sauer aufstoßen. Doch wo auf der Leinwand die Liebe hinfällt (und dies ist nun mal ein Liebesfilm) ist auch die naiv-romantische Verklärung nicht weit, daher bleibt «Seven Pounds» lediglich ein schwer verdaulicher, emotionaler Brocken von einem Drama.

Interessant ist auch: Der mythologisch überhöhte und romantisch verklärte Opfergang wird zum Lieblingsmotiv von Will Smith in seinen jüngeren Filmen. Nach «I Am Legend» und «Hancock» ist er auch hier einmal mehr der tragische Held mit der mythologischen Strahlkraft, die einem schwarzen Jesus gleichkommen soll. Rosario Dawson ist der herzkranke Engel, Will Smith der Büßer mit gebrochenem Herzen und beide dürfen sich nach den Regeln des klassischen Hollywoodkinos aneinanderkuscheln. Bei so viel Tragik und Schmerz in der Brust bleibt nur die Demut vor der konservativen Romantik in der Feder von Drehbuchautor Grant Nieporte, der die Tragik der Liebe in allen ihren Facetten zeigt. Wen «21 Grams» von Alejandro González Iñarrítu zu sehr mitgenommen hat, kann hier sanfte Rehabilitation üben. Tut auch dem Herzen nicht so weh. [David Siems]

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m&m's movie world filip: nicht gerade amores perros aber ein gutes versuch....
m&m's Ilenia: Unglaublich tiefgehender und bewegender Film über ...
m&m's Domenico: Der Film ist von Anfang bis Schluss spannend, die ...
m&m's Daniela: Leider hat mir dieser Film überhaupt nicht gefalle...
m&m's Fabian: Ich bin ein relativ häufiger Kinogänger, und liebe...