James Bond 007: Quantum of Solace
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Filmkritik

Der No-Nonsense Agent zum Zweiten

In «Quantum of Solace» zeigt Regisseur Marc Forster wenig von dem, was einen Marc-Forster-Film ausmacht und wenig von dem, was Bond-Puristen von 007 sehen wollen. Dank seinen rasant inszenierten Action-Szenen kann der 22. Bond-Teil, der direkt an den Vorgänger «Casino Royale» anschliesst, trotzdem punkten.

An seinen Schauplätzen sollt ihr ihn erkennen: Waren einem Sean Connery nur Luxus-Resorts wie Nassau und Grindelwald gut genug, so sind es heute: Haiti, Bolivien, Bregenz - die hässlichen Ränder der globalisierten Welt. Konsequent zimmern die Drehbuchschreiber Paul Haggis, Neal Purvis und Robert Wade also weiter an ihrem «neuen Bond» (aka Daniel Craig). Und der ist, wie im Vorgänger «Casino Royale» gesehen, ein No-Nonsense-Agent und ein eiskalter Killer.

«Quantum of Solace» treibt die Reduktion aufs Wesentliche auf die Spitze. Lustige Gadgets und Armbanduhren, die einen Mann aus 500 Meter Entfernung töten? Fehlanzeige. Schöne Frauen, die dem Charme des Agenten im Dutzendpack erliegen? Nebensächlich. Selbst die flotten Sprüche sind hier so trocken wie der Martini, der gar nicht erst getrunken wird. Nun jammern Puristen, Regisseur Marc Forster habe keinen richtigen James Bond-Film gedreht. Mag stimmen, doch wer von 007 bloss die immergleichen Sperenzchen erwartet, ist mit einer Klassik-Kollektion auf DVD wohl besser bedient.

Ob auch die Marc-Forster-Fans jammern ist nicht bekannt. Grund genug hätten sie, denn mit «Quantum of Solace» zeigt der 39-Jährige wenig von seinen Trademarks. Statt psychologischer Tiefenschärfe gibt es rasant inszenierte Action. Nur in kurzen Einschüben zwischen Verfolgungsjagden in Autos, Motorbooten und Flugzeugen hat Bond Zeit, sich als gebrochenen Mann zu inszenieren. Solche Szenen wirken bemüht (viel von Bonds Charaktermotivation ist zudem im letzen Film begründet) und machen klar, was ein Jason Bourne dem Agenten ihrer Majestät voraus hat: Bourne war von Beginn weg als gebrochener Held angelegt, dem einstigen Bruder Leichtfuss Bond muss die innere Krise erst mühsam eingeimpft werden.

Wo «Quantum of Solace» wirklich punktet, sind die Action-Szenen. Sie erfinden das Genre nicht neu, sind aber packend genug, um 106 Minuten lang vom kaum existenten Plot abzulenken. Der lässt sich in 15 Worten zusammenfassen: 007 jagt Dominic Greene (toll: Mathieu Amalric), ein Mitglied der Verbrecherorganisation Quantum, die Bonds Freundin Vesper ermorden liess. Am Ende sind viele Leute tot, und der Held hat einen Entwicklungsprozess beendet, der mit «Casino Royale» begann. Man darf deshalb gespannt sein, wie es mit der Reihe nach diesem Vorgeplänkel nun weitergeht. Der noch unbetitelte 23. Bond ist für 2010 angekündigt, Craig wurde bereits für einen 24. und 25. Teil verpflichtet.

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205 Kommentare
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Thomas

Würde sogar 4 Sterne geben, wenn der Film nicht als JB-Film gelten würde. Als normaler Actionthriller sehr gut und unterhaltend, gute Darsteller, gibts nichts zu meckern. Aber es ist ein James Bond un...
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büebel

Schluss Sequenz sehr gelungen!
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Mikelking

Naja... Guter Actionfilm, allerdings für mich kein Bondfilm. Dominic Green könnte besser spielen.
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dreiundzwanzig

Für Geist und mit Körper Keiner würde sich die alten Filme noch im Kino ansehen. Selbst in 3-D würde kein Martini besser schmecken. Der neue Bond, jetzt schon 6 Jahre und 3 Filme weiter, spricht da...
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movie world filip

der böse war nicht grotesk genug... de climax nicht auf der richtige moment... forster entauscht
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KATASTROPHE!!!!! Wo ist James Bond? Der mit Stil&Charme...
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Maurizio

James Bond 007: Ein Quantum Trost. kein vergleich mit den alten Bondfilmen
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Bruno

Vermurkst.
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Chrigel

mittelmässig. Ausser der eher lahmen Story, kann man ihn als guten Actionfilm bezeichnen. Wer jedoch einen typischen Bond erwartet, wird vom Film ziemlich enttäuscht sein.
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Anou

mal was Anderes. Kein typischer Bond Film. Actionreich (das einzige was einem an diesen Film fesselt) mit wenig Gadgets, nicht wirklich viel Humor und erst recht kein Charme. Einfach reinsitzen und d...
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