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Abteilung: Helden der Vergangenheit

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Ganze 19 Jahre dauerte das Warten auf den vierten Teil der Indiana-Jones-Reihe: «The Kingdom of the Crystal Skull». Hat es sich gelohnt? Ja, wenn man Indiana Jones mag, ja, wenn man George Lucas und Steven Spielberg mag, und ja, wenn man Filme mag, bei denen Kritiker gerne von «Achterbahnfahrten» reden.

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Gutes Abenteuer-Kino ist nachweislich zu 88 Prozent Überwältigungs-Kino. Und nie funktioniert das überwältigte Staunen besser denn als Kind: «Wo kommen all diese Schurken her?», «Wie ist er da bloss entkommen?», «Was fliegt denn hier in die Luft?» George Lucas hat das begriffen und macht seit Jahren Filme für kleinere und grössere Kinder. Man kann auch sagen: Er erzählt seine Geschichten im Comic-Strip-Format. Und nichts von all dem ist abschätzig gemeint.

Bei Lucas und seinem Kompagnon Steven Spielberg dürfen Helden also noch Helden sein. Darum nennt das Presseheft zu «Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull» seine Hauptfigur ebenso vollmundig wie korrekt «die Definition des Abenteurers an sich» und lobhudelt zwei Seiten weiter von «Spielbergs (Regisseur) beispielloser Vision und Lucas' (Produzent) grenzenlosem Ideenreichtum». Das Resultat dieser Paarung liest sich allerdings wie von Erich von Däniken ins Notizbuch diktiert: Der Archäologe/Haudegen Indiana Jones sucht im Urwald von Peru nach einem legendären Kristallschädel. Der sieht nicht nur aus wie der Kopf von H.R. Gigers Alien, er verspricht auch demjenigen unendliche Macht, der ihn nach Akator zurückbringt, eine mystische Stadt aus Gold.

Wo Gold und Macht winken, ist bei «Indiana Jones» das Böse nie weit. Diesmal wird es gespielt vom Sowjetkommunismus und angeführt von einer auf dem schmalen Grad zur Parodie balancierenden Cate Blanchett. Auf Seiten der Guten: Harrison Ford, der rabaukenhafte Sidekick Shia LaBeouf, John Hurt als verrückt gewordener Professor Bienlein, pardon: Professor Oxley und Karen Allen, die schon in «Raiders of the Lost Ark» (1981) mit Ford zusammen nach der Bundeslade suchte.

«The Kingdom of the Crystal Skull» spielt im Jahr 1957, also 19 Jahre nach dem letzten Indy-Abenteuer «Indiana Jones and the Last Crusade». Ganze 19 Jahre sind auch im richtigen Leben verstrichen - weil die Macher nicht über das Drehbuch einig wurden, heisst es. Vielleicht setzen Spielberg und Lucas auf die Vergesslichkeit ihres Publikums und bedienen sich deshalb so ungeniert aus dem eigenen Ideen-Fundus: Halsbrecherische Verfolgungsjagden in Militärfahrzeugen, Artefakte mit übernatürlichen Kräften, Verrat unter Freunden, eklige Insekten: Man muss nur «Kristallschädel» mit «Heiliger Gral» ersetzen, «Akator» mit dem «sichelförmigen Tal» und Shia La Boeuf mit Sean Connery - schon sitzt man in «The Last Crusade».

Aber bot nicht schon der letzte Teil vor allem eine gelungene Variation des Altbekannten? Und Spielberg/Lucas wären selten dumm, würden sie den Fans nicht genau das liefern, was die erwarten. Solange sie es auf höchstem Niveau des Popcorn-Kinos tun, gibt es daran auch nichts auszusetzen. Zuletzt am Regisseur: Spielberg inszeniert seine Pulp-Fantasien mit spielerischer Leichtigkeit und lässt allen Unkenrufen zum Trotz Humor und Selbstironie nie zu kurz kommen. Wer auf einen anderen Film als diesen hoffte, hat Indiana Jones nie wirklich verstanden. [Bruno Zweifel]

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m&m's movie world filip: die drei erste sind besser.. aber herzlich willkom...
m&m's Mike: Kein Film für Leute, die glauben, ihre Schulweishe...
m&m's Myotis: Was uns da unter dem Titel "Indiana Jones und das ...
m&m's Stephan: Habe den Film erst gestern sehen dürfen/müssen, an...
m&m's biancone: Niemals hätte Harrison Ford nochmals Indi spielen ...