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Planet Terror - Filmkritik

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Land (Jahr): USA (2007)
Genre:Horror
Filmlänge:105min
Regie:Robert Rodriguez
Kinostart:23.08.2007
 15.08.2007 (Romandie)
 27.07.2007 (Tessin)

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Vegetarier, aufgepasst!

50

Es ist ein Festessen, das Robert Rodriguez anrichtet: Ein Virus verbreitet sich in einem texanischen Kaff, und plötzlich sehen Menschen in ihren Artgenossen eine Delikatesse. Ein Zombiefilm mit Hirn, der selbst Vegetariern Spass macht. Und nach «Death Proof» der zweite Teil des Doppelfilms «Grindhouse».

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Der Einstieg in den Terrorplaneten beginnt mit einem zünftigen Selbstzitat: Wie Cherry (Rose McGowan) ihre Hüften in einem abgefuckten Schuppen schwingt, erinnert an Robert Rodriguez' «From Dusk Till Dawn», und das soll Vorwarnung sein: Blutrünstig wirds, und zwar deftig. Ein verfeindetes Ärztepaar - er sadistisch, sie lesbisch - hat es plötzlich mit abfaulenden Gliedmassen zu tun; Nachtgestalten greifen eine Autofahrerin an; Cherrys Bein wird abgebissen: Zombies verbreiten ihren Virus in einem gesichtslosen Kaff, erquicken sich an frischem Hirn und drohen, die ganze Welt in steifgliedrige Menschenfresser zu verwandeln.

Keine Shopping Mall wie bei Rodriguez' grossem Vorbild George A. Romero - dem Paten aller Zombiefilme -, sondern ein Spital wird zum ersten Refugium. Und gleichzeitig zum Auffangbecken für die sich in Zombies verwandelnden Menschen. Ein genialer Regiestreich: Wo du geheilt werden sollst, wirst du erst recht angesteckt. Inmitten der Karnivoren dräut der Ehekrieg zwischen den beiden Ärzten William (Josh Brolin) und Dakota Block (Marley Shelton), bis er im Spritzen von Anästhetika eskaliert. Derweil Cherrys Bein amputiert wird, ihr zwielichter Exfreund Wray (Freddy Rodriguez) sie vor den anderen Patienten rettet, und die Zombies sich dem besten Grill von ganz Texas nähern.

Zombiefilme sind Genrefilme mit einer klaren Dramaturgie: Gute gegen Böse - doch weil das Böse aus dem Guten entsteht, weil die Trennlinie so unscharf markiert ist, kippt die Lage oft, und praktisch jeder Zombiefilm endet ambivalent. Auch in «Planet Terror» fliegen die Helikopter dem Wahn nicht vollständig davon. Des Menschen Feind ist der Mensch selbst. So wie Romeros «Night of the Living Dead» als Anklage gegen den Vietnam-Krieg interpretiert wurde, so bezieht sich Rodriguez' Hommage explizit auf den Irak-Krieg. Im Zweistromland wurde das Virus aufgelesen, und ein irre gewordener Kriegsveteran (Bruce Willis) setzt alles daran, seine Soldaten zu heilen, selbst wenn sich die ganze Welt dafür zerfleischen muss. Das Virus, der Wahnsinn breitet sich aus; und doch überleben auf dem Planeten Menschlichkeit, Liebe, Freundschaft. Nicht nur macht «Planet Terror», Robert Rodriguez' Beitrag zum «Grindhouse»-Projekt, gerade durch seine ekligen Absurditäten extrem Spass (Cherry erhält statt einem Holz- ein Maschinengewehrbein; dem von Quentin Tarantino gespielten Vergewaltiger fault die Tatwaffe ab); die Figuren sind - und das ist untypisch für das Genre - sehr vielschichtig und präzise gezeichnet. Beste Unterhaltung (für Kinogänger mit Rossmagen) - MIT Hirn. [Flavia Giorgetta]

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m&m's Michele: ich fand den Film gut....
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