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Le scaphandre et le papillon - Filmkritik

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Gehirn im Sarg

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Von 100 auf 0, vom Jaguar-Sitz ins Spitalbett, aus der Mitte des Lebens in einen biologischen Sarg: Kaum ein Vergleich würde einen zu grossen Kontrast liefern, um die Folgen des Gesundheitsunfalls zu charakterisieren, den der erfolgsverwöhnte Chefredakteur der Modezeitschrift «Elle» erlitt. Wie er damit schliesslich zurechtkam, schildert der semi-dokumentarische Film des US-amerikanischen Malers, Autors und Regisseurs Julian Schnabel.

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Man kennt das taube Gefühl, wenn ein Arm oder Bein eingeschlafen ist. Doch das betrifft normalerweise nur eine kleine Region des Körpers und vergeht rasch. Hier geht es um ein ähnliches Phänomen in seiner maximale Ausprägung. Jean-Dominique Bauby, 37, führt ein Leben auf der Überholspur, auch wenn seine Frau mit den drei gemeinsamen Kindern von ihm getrennt lebt.

Als erfolgreicher Chef-Redakteur der Modezeitschrift «Elle» geniesst er sein Leben zusammen mit seiner Freundin in Paris. Doch irgendetwas scheint nicht zu stimmen: Er hört zwar gut und versteht sogar, was ihm gesagt wird, sieht aber nur verschwommen und fühlt rein gar nichts. Als ihm Fragen gestellt werden, gibt er scheinbar normal Antwort, aber anscheinend hört ihn niemand. Langsam dämmert ihm, dass er im Spital liegt und seinen Körper nicht mehr kontrollieren kann.

Wie ihm der Neurologe bald eröffnen wird, lag er nach einem Schlaganfall einige Wochen im Koma und leidet nun unter einer schweren Schädigung des Hirnstamms. Er kann nur sein linkes Augenlid schliessen und öffnen. Der brillanten Idee einer Logopädin, wie diese kommunikative Einbahnstrasse mit einem Rückkanal zu versehen sei, verdanken wir letztlich diesen Film, denn er beruht auf dem Buch, das der Patient während seines 14 monatigen Spitalauftenthalts «diktierte».

Julian Schnabel, der seine Karriere als Maler begann, versetzt sich vollkommen in die Lage des Patienten, was so weit geht, dass die Kamera oft die Perspektive des einen Auges einnimmt. Wie in der Semi-Dokumentation des Lebens seines verstorbenen Maler-Kollegens Basquiat stellt Schnabel auch hier die Zeit im Spital und einige prägnante Erlebnisse im früheren Leben Baubys nach, wozu er bekannte französische Schauspieler verpflichten konnte. Wie sich ein beinah purer Geist von seinem anfänglichen Todeswunsch in einen witzigen und sarkastischen, aber nicht gefühlskalten Schriftsteller verwandelt, ist weitgehend schlüssig und filmisch einfallsreich erzählt. Heikle Momente werden nicht ausgespart und weder rührselig noch kitschig, vielmehr oft hart an der Scherzgrenze inszeniert. [Eduard Ulrich]

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m&m's Alexandra: Das ist eigentlich alles, was man dazu schreiben k...
m&m's Celine: noch nie waren lachen und weinen so eng beieinande...
m&m's Martin: Ich finde den Film einfach wunderbar. Ich wahr übe...
m&m's Tanja: Es ist erstaunlich, wie ein am locked-in-Syndrom e...
m&m's Silvia: Einfach genial! Super schauspielerische Leistung...