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Cassandra's Dream - Filmkritik

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Aka Titel:Cassandras Traum
Land (Jahr): Grossbritannien, USA (2007)
Genre:Crime, Drama
Filmlänge:108min
Regie:Woody Allen
Kinostart:10.01.2008
 31.10.2007 (Romandie)
Drehbuch:Woody Allen

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Hello Goodbye

30

«Match Point» zum zweiten: Der alternde Meister Woody Allen verabschiedet sich aus London und macht zur Abwechslung das, was er am besten kann. Er wiederholt sich.

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Es war wie der Beweis, dass man sich auch im hohen Alter noch ändern kann, als Woody Allen vor zwei Jahren mit «Match Point» überraschte und warmen Applaus für einen Re-Turn erhielt, den ihm nicht einmal mehr sein Fan-Club zugetraut hatte. New Yorks berühmtester Neurosen-Züchter hatte sein Paradies verlassen und war nach London gezogen, um einen Film zu drehen, der mehr mit einem Hitchcock gemein hatte als mit all den Allens, die von Hornbrillenträgern erzählen, die mit jeder Frau ausser der eigenen schlafen wollen und Lust auf einen Polen-Feldzug kriegen, wenn sie zu viel Richard Wagner hören.

War «Match Point» vor allem anders, noch nie gesehener Allen, so ist «Cassandra's Dream» der etwas offensichtliche Versuch einer Wiederholung dessen, was ihm mit «MatchPoint» irgendwie unverhofft geglückt war. Noch einmal umkreist der längst über 70-Jährige in Kriminal-Form die Figur des gesellschaftlichen Aufsteigers. Wieder variiert er das brüchige Verhältnis von Schein und Sein. Erneut räsonniert er über das Glück, das den Menschen so grundlos heimzusuchen pflegt, wie es ihn ohne Warnung zu verlassen beliebt. Leicht verschoben hat sich allerdings das Milieu: «Match Point» spielte in der englischen High Society - «Cassandra's Dream» handelt von zwei Brüdern, die tief in der «Working Class» zu Hause sind - und hoch bis höher hinauswollen; der eine (Ewan McGregor) besonders, der sich sich eine Schauspielerin (Hayley Atwell) angelt, die teuer ist im Unterhalt. Der andere (Colin Farrell) repariert Autos und frönt feierabends den Zaster-Lastern des Trinkens, Pokerspiels und auf Hunde Wettens. Ihre zunehmenden Geldsorgen sind es, welche die Brüder dazu zu zwingen meinen, für ihren Onkel (Tim Wilkinson) einen Mord zu verüben.

Nicht nur die englische Kritik gefiel sich darin, Allen vorzuhalten, seine (britischen!) Schauspieler schafften es nicht, ihr Cockney-Englisch zwei Stunden lang akzentfrei durchzustehen und andere Ungenauigkeiten in der Schilderung einer mittleren Unterschicht zu entdecken, die Woody Allen wohl so wenig im Blut hat wie die beiden Brüder die Filme Ingmar Bergmans oder die Romane Fjodor Dostojewskis im Kopf. Hohe Präzision beweist Allen dafür in der Ausbreitung des sich entgegen gesetzten Verhaltens der zwei Brüder vor und nach vollbrachter Tat, in der Wiederholung des fast immer gleichen Gesprächs zwischen dem Pragmatiker, für den jedes Mittel gerechtfertigt ist, wenn es nur dem Erreichen seiner Ziele dient, und dem Melancholiker, den seine Schuld mehr und mehr verfinstert. In diesem dialogischen Hin und Her stellt sich bei allem Todernst eine subtile Heiterkeit ein, die eine gewisse Langfädigkeit vergessen lässt, die auch «Cassandra's» kriminalistische Grundierung nicht übertüncht. Richtig spannend ist definitiv anders, lustig sowieso. Aber eine Pointe ist drin in Woody Allens letztem Londoner Film (sein nächster wurde bereits in Barcelona, der übernächste wird wieder New York abgedreht): «Cassandra's Dream» lässt sich auch als Seitenhieb gegen das übertriebene Hochhalten von familiären Blutsbanden lesen. So was immerhin gab's nicht in «Match Point». [Stefan Gubser]

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m&m's J. Oliver: Wieder und wieder erfreut uns Woody Allen mit sein...
m&m's Anna: Besonders schön fand ich, dass klar wird, Woody Al...
m&m's Julian: Dieser Film steht und fällt mit den Hauptdarstelle...
m&m's Yvonne: Auch wenn "Cassandra's Dream" kein typischer Woody...
m&m's Daniel: nein, das ist nicht mein woody allen. ich habe die...