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Filmkritik

Ein Mordsknüller

Jahr für Jahr liefert Woody Allen einen neuen Film ab, mal besser, mal schlechter, aber nur noch selten wirklich überraschend. Der Kosmos des Beruf-New-Yorkers ist fest abgesteckt und allen Kinogängern bekannt.

Woody Allens letzter Streifen «Match Point» allerdings stach heraus; wesentlich verantwortlich dafür waren einerseits der ungewohnte Schauplatz - London statt Manhattan - und die Tatsache, dass Allen selber nicht mitspielte. Das neue Arrangement zwang den Regisseur dazu, für einmal ganz ohne seine zahlreichen, über Jahre kultivierten Mätzchen und Manierismen auszukommen, und siehe da: es sollte sich auszahlen. «Match Point» war brillant, böse, fast ernsthaft und vor allem: so ganz und gar untypisch für den Stadtneurotiker.

«Scoop» schliesst nun einerseits deutlich an «Match Point» an, ist aber gleichzeitig auch ein Rückzug in bekanntere Gefilde. Wieder geht es um Mord und Totschlag in der englischen Oberschicht, und wieder ist Scarlett Johansson mit von der Partie. Die schlüpft in die Rolle der etwas naiven, angehenden Journalistin Sondra, die auf ziemlich ungewöhnliche Weise an die Story ihres Lebens gerät. Mitten in einem Trick des Zauberers Splendini materialisiert sich der verstorbene Starjournalist Joe Strombel in der magischen Kiste, in die Sondra als 'Freiwillige' gesteckt wurde, und klärt sie über den wahren Grund seines Todes auf: Er wurde ermordert, und zwar von keinem geringeren als dem Millionenerben und Adligen Peter Lyman (Hugh Jackman). Ein Mordsknüller, den der Verstorbene unbedingt an eine Berufskollegin weitergeben will.

Mit der Zauberaufführung sind wir auch wieder auf vertrautem Terrain. Die Szene ist eine eindeutige Reminiszenz an Allens Beitrag zu m Episodenfilm «New York Stories», in dem Allens Mutter von einem Magier weggezaubert wird. Da trifft es sich gut, dass Splendini auch gleich vom Regisseur selbst gespielt wird. Gemeinsam machen sich Sondra und Splendini auf die Suche nach dem Mörder und wandeln damit deutlich auf den Spuren von «Manhattan Murder Mystery».

Trotz inhaltlichen Ähnlichkeiten und einigen Leichen schlägt «Scoop» somit eine ganz andere Tonart an als sein existenzialistisch angehauchter Vorgänger; statt düsterer Unbarmherzigkeit ist wieder eine leichte Komödie angesagt, in der Allen wie gewohnt nervös herumzappelt und das Publikum mit zahlreichen Sprüchen und noch mehr Ängsten und Neurosen bei der Stange hält. Das Ergebnis reicht zwar nicht an «Match Point» heran, ist aber unterhaltsam und gehört zweifellos zu den besseren Allens der jüngeren Vergangenheit.

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Mein Kommentar
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15 Kommentare
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A.

Super lustige Komödie
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Tuvok

empfehlenswerter lustiger sarkastischer Allen Film - Teil 2 der Filmkritik. Nein der Wortwitz? Für die Zuseher ist es wahrscheinlich schon aufregend, Scarlett zu sehen, zu stöhnen, nen Ständer zu beko...
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Tuvok

empfehlenswerter lustiger sarkastischer Allen Film - Teil 1 der Filmkritik. Die Handlung in Kurzformat: JOE STROMBEL ist verstorben, er war ein berühmter Englischer Journalist. Jeder hat ihn gemoch...
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Nicole

ehrlich gesagt, hatte ich ein bisschen probleme mit dem englischen humor.... aber woody allen ist einfach der hammer. und auch scarlett und hugh sind das perfekte paar vor der kamera....
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Miriam

Scarlett Johansen ist in dem film nicht gerade brilliant, aber annehmbar, woody allen wieder einmal eine klasse für sich (neurotisch, trottelig und liebenswert), von dem her nichts neues. Grosses ABER...
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Jana

gut!
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Thomas

Scoop. Viel Wortwitz und eine charmante Besetzung. Einfach mal wieder was zum lachen und schmunzeln.
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Rahel

scoop ist nicht unbedingt ein film, denn man UM JEDEN PREIS gesehen haben muss. man wird aber ziemlich gut unterhalten, die story hängt nie wirklich durch und ausserdem ist er wirklich ziemlich witzig...
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Claudio

Well.... Unterhaltssamer Film. Scarlett spielt super! Der Film bewegt aber nicht viel. Könnte ebenso sofort im Fernseh gezeigt werden. Schade, dass Woody nicht an "Match Point" angeknüpft hat.
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Thomas

leichte komödie. Ich stehe ja überhaupt nicht auf Allen, aber dieser Film ist eine leichte Komödie die sehr gut unterhält.
15 Kommentare

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