Lucas der Ameisenschreck - Filmkritik
| Originaltitel: | Ant Bully |
| Land (Jahr): | USA (2006) |
| Genre: | Adventure, Animation |
| Regie: | John A. Davis |
| Kinostart: | 12.10.2006 |
| 09.08.2006 (Romandie) | |
| Kamera: | Ken Mitchroney |
| Produktion: | John A. Davis |
Alles kommt zurück
Spätestens seit dem Animationserfolg «Antz» von 1998 erfreuen sich computeranimierte Spielfilme bei Jung und Alt grosser Beliebtheit. Mit «Lucas der Ameisenschreck» versucht Regisseur John A. Davis, an diesen Erfolg anzuknüpfen - leider nicht ganz überzeugend.
«Lucas der Ameisenschreck» basiert auf der Kinderbuchvorlage «The Ant Bully» von John Nickle und erzählt die Geschichte des 10-jährigen Lucas Nickle, der als Sonderling von den Nachbarskindern getriezt und geprügelt wird. Und wie es das Gesetz des Gequälten will, sucht sich Lucas wiederum Schwächere aus, um an ihnen seine Aggressionen auszulassen; er geht mit Wasserpistole und Böllern auf den Ameisenhügel im Vorgarten los. Das aber wollen die Ameisen nicht auf sich sitzen lassen; sie setzen deshalb zur Gegenwehr an.
Eines Nachts träufelt der Ameisenmagier Zoc seinen Zaubersaft ins Ohr von Lucas, worauf dieser auf Ameisengrösse schrumpft und sogleich im Ameisenbau vor Gericht gestellt wird. Während das Ameisenvolk «Lucas den Zerstörer», wie Lucas in der Insektenwelt ehrfürchtig genannt wird, zur Strafe sofort verspeisen will, verurteilt die weise Ameisenkönigin ihn zu einem arbeitsamen Leben in der Kolonie. Um seine Freiheit und seine Grösse zurückzubekommen, muss er sich der Ameisenexistenz anpassen.
Als Lucas die Abbusse langsam annimmt und sich allmählich mit der Hilfe seiner gutmütigen Lehrerin Hova in die Ameisenwelt einfügt, droht dem Ameisenbau die totale Vernichtung durch den schmierigen Kammerjäger Stan Beals ...
Die Idee des Regisseurs und Drehbuchautors John A. Davis («Jimmy Neutron: Boy Genius»), jungen Menschen den Kosmos einer Ameisenkolonie mit all seinen Tunneln und verborgenen Kammern anschaulich näher zu bringen, ist zwar gut gemeint, doch das Publikum muss sich diese animationstechnisch solide aufbereitete, naturwissenschaftliche Studie mit einer ausgewachsenen Moralpredigt abverdienen. Einzig die actionreichen Wespenattacken, Froschfluchten und das Showdown der Kammerhängerschlacht lassen den pädagogischen Zeigefinger etwas vergessen.
Im Unterschied zur amerikanischen Synchronisation, die mit Hollywoodstars wie Julia Roberts (Hova), Meryl Streep (Ameisenkönigin) bis hin zu Nicolas Cage (Zoc) aufwarten kann, sieht die deutsche Besetzung mager aus. Einzig Barbara Schöneberger (Hova) hat vielleicht das eine oder andere Kind noch als Fee Amaryllis aus «Der Räuber Hotzenplotz» in Erinnerung.
Fazit: Alles in allem ist «Lucas der Ameisenschreck» ein liebevoll gemachter Kinderfilm, der einen verregneten Tag kurzweilig gestalten hilft. Im Unterschied zu den Animationsspielfilmen «Cars» oder «Ab durch die Hecke» bietet «Lucas der Ameisenschreck» für Erwachsene aber zu wenig «erwachsenen» Wortwitz und zu wenige Verweise auf andere Filme oder Genres.
[Monique Brunner]
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Tuvok: Handlung vom Film: LUCAS ist ein Problemkind, s... |

