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| Von Menschen und Mutanten |
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Wie schon im Vorgänger «X-Men» kämpfen in der Comic-Verfilmung «X-Men 2» wiederum Mutanten gegen die Vorurteile der Menschen, die in ihnen nichts als eine gefährliche Abweichung von der Norm sehen.
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«X-Men» steht für pure Superhelden-Magie, und wer als Jugendlicher nie von diesem Paralleluniversum begeistert war, der lässt von «X-men 2» besser die Finger. Wie im Vorgänger nämlich erzählt Regisseur Bryan Singer («The Usual Suspects») von Mutanten in Menschenform, die durch Veränderungen ihrer Erbanlagen übernatürliche Fähigkeiten erworben haben. Dabei ist ihnen ihre Gabe gleichzeitig Geschenk und Fluch.
So unterschiedlich ihre Kräfte, so unterschiedslos ist die Ablehnung, welche ihnen von «normalen» Leuten entgegenschlägt. Die Menschen fürchten sich nämlich vor Gestalten, denen wie Wolverine (Hugh Jackson) stählerne Wolfskrallen aus der Hand wachsen, die wie Storm (Halle Berry) das Wetter kontrollieren, wie Magneto (Ian McKellen) Magnetfelder zu manipulieren vermögen, die wie Pyro das Feuer lenken, wie Mystique jede Gestalt annehmen können oder aber wie Professor Xavier (Patrick Stewart) mittels Telepathie zu regieren wissen.
Es existieren gute Mutanten, die X-Men, welche unter der Führung von Professor Xavier die Kooperation mit den Menschen suchen. Es gibt aber auch böse Freaks, kontrolliert von Magneto, die den «Normalen» deren Zurückweisung übel nehmen und die Beherrschung der Menschheit auf ihre Fahnen geschrieben haben. «X-Men» endete vor drei Jahren damit, dass die Guten im letzten Moment Magnetos Pläne durchkreuzten und den Schurken im Gefängnis endlagern konnten.
2003 lernen wir den Mastermind William Stryker (Brian Cox) kennen, der nicht nur Omnipotenzträume hegt, sondern auch verschiedene Rechnungen mit den X-Men zu begleichen hat. Nach einer Attacke des Mutanten Nightcrawler (Alan Cumming) auf den US-Präsidenten, bekommt Stryker freie Hand. Als erstes greift er Professor Xaviers X-Men-Zentrale an. Dort sollen nicht nur möglichst viele Jung-X-Men ausgeschaltet werden, der Plan greift weiter. Mittels der Fähigkeit des Professors, weltweit jeden der Seinen lokalisieren zu können, will Stryker das Problem ein für allemal lösen.
Es geht hoch zu und her in Bryan Singers «X-Men 2». Für viele vermutlich zu hoch, mixt der talentierte Regisseur sein 135-Minuten-Spektakel doch aus (allzu) vielen Erzählsträngen, Beziehungskisten, Vater-Sohn-Konflikten sowie -zig Filmzitaten zusammen, was auf Kosten der Glaubwürdigkeit geht. Die atemlose Abfolge prächtig inszenierter Actionsequenzen zeigt - en passant - auch noch die Geburt einer neuen Generation von X-Men, die hier ein erstes Mal ihre Fähigkeiten richtig präsentieren dürfen. Dass der Film trotz seiner ausufernden Überfülle an Storyelementen eine Augenweide ist, hängt hauptsächlich mit der ausgezeichneten Besetzung zusammen. Allen voran die Shakespeare-Mimen Patrick Stewart und Ian McKellen, aber auch Brian Cox und Hugh Jackman verleihen dem Film das nötige Gewicht und machen ihn zu einem durchaus «erwachsenen» Superhelden-Spass. [Benedikt Eppenberger]
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| Originaltitel: |
X-Men 2 |
Land (Jahr): |
USA (2003) |
| Genre: |
Action, Science Fiction / Grossproduktion |
| Besetzung: |
Patrick Stewart, Hugh Jackman, Ian McKellen, Halle Berry, Famke Janssen, James Marsden, Rebecca Romijn-Stamos, Anna Paquin, Brian Cox, Alan Cumming |
| Regie: |
Bryan Singer |
| Verleih: |
20th Century Fox Film Corporation |
| Startdatum: |
30.04.2003 (Deutschschweiz) 30.04.2003 (Romandie) |
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