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Taxi 3

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 Filmkritik
«Taxi 3»: Bewertung der Redaktion
Die Weihnachtsmänner gehen um

Die Luft ist draussen. Darüber helfen weder massig neue Vehikel noch Sylvester Stallone hinweg. Die Taxi-Idee geht mit einem Totalplatten in die dritte Runde.

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Eine als Weihnachtsmänner verkleidete Gang treibt bereits seit längerem in Marseille ihr Unwesen. Während der Weihnachtszeit soll ihr grosser Coup über die Bühne gehen. Die trottelige Marseiller Gendarmerie ist machtlos, doch da wären ja noch der führerscheinlose Taxichaffeur Daniel (Samy Naceri) und sein Supergefährt.

War «Taxi» (1998) seinerzeit trotz einiger Durchhänger noch was erfrischend Neues und «Taxi 2» (2000) immerhin noch ein recht rasanter und unterhaltsamer Nachfolger, führt «Taxi 3» sein Grundprinzip ins Absurde. Der Film beginnt direkt mit einer eigentlich temporeichen Verfolgungsjagd, musikalisch unterlegt mit einem relaxten Hip Hop Beat. Dies ist eigentlich auch schon das einzig Innovative des ganzen Films. Doch wieso hat noch niemand eine ernst gemeinte Actionsequenz mit einem schleppenden Musikstück kombiniert? Vielleicht weil es langweilig wirken könnte? Als dann der Verfolgte seinen Helm abnimmt und der alternde Actionstar Sylvester Stallone zum Vorschein kommt, ist dann auch noch das einzige Überraschungsmoment in den ersten paar Minuten bereits verpufft.

Dass Luc Besson das Drehbuch zum dritten Teil verfasst hat, ist doch ziemlich überraschend. Eine per Drehbuch-Software automatisch generierte Story könnte kaum uninspirierter wirken. Denn eine Handlung gibt es kaum, und da die beiden Vorgängerfilme offenbar als Pflichtkonsum gelten, gibt es auch keine Einführung der Figuren, denn die Schauspieler sind dieselben geblieben.

Die grösste Enttäuschung bieten jedoch die wenigen Verfolgungsjagden per Auto. Diese dauern meist nur wenige Sekunden und sind so langweilig in Szene gesetzt, dass sie neben der Konkurrenz wie «The Fast and the Furious» schon fast als Parodie gelten können. Hier wurde versucht, mit etwas Abwechslung in der Wahl der Transportmittel (Motorräder, Rollerblades, Monstertrucks, Fahrräder, Skis) die Zeit tot zu schlagen. Der weggefallende Actionteil wird durch vermehrten Einsatz von Slapstick-Szenen kompensiert. So wirkt «Taxi 3» wie die französische Variante von «Police Academy». Gelungene Gags sind jedoch eine Seltenheit, die meisten Scherze haben das Niveau der Fremdsprachenkenntnisse von Arnold Schwarzenegger. So fällt zum Beispiel Emilien (Frédéric Diefenthal) aus allen Wolken, als seine mittlerweile mit ihm zusammengezogene und im achten Monat(!) schwangere Freundin Petra (Emma Sjöberg) ihm mitteilt, dass er Vater wird.

Man kann nur hoffen, dass es die Taxi Serie nicht auf sieben Teile bringt wie die «Police Academy»-Serie, denn «Taxi 3» kann nur als Verschwendung wertvoller Lebenszeit betrachtet werden. Mindestens ein Machwerk mehr muss sich das Publikum aber offenbar gefallen lassen: Luc Besson plant allen Ernstes eine Hollywoodversion von «Taxi». In der Rolle der Taxifahrerin: Queen Latifah. [Patrick Becker]


 Eure Kommentare

Kristof: Hey was soll diese Bewertung? Dieser Film hat durchaus Unterhal...
Reto: Also ich finde Taxi 1, 2, 3 ganz gut klar sind diese 20 Minuten zu...
Fabian: Also Taxi 1 war ja schon gant lustig. Taxi 2 War voll der Hamma ...
Roger: Nach den sehr gelungenen taxi-filmen 1 und 2 war das nun die abso...
Dominic: Auch wenn der 1. und 2. Teil besser waren, ist Taxi 3 trotzdem ...
Sandro w: Es handelt mit autos, spannend. der nachteil ist, er kommt v

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 Abspann
Originaltitel: Taxi 3
Filmlänge: 84min
Land (Jahr): Frankreich (2003)
Genre: Action, Komödie / Grossproduktion
Besetzung: Samy Naceri, Frédéric Diefenthal, Bernard Farcy, Ling Bai, Emma Sjöberg, Marion Cotillard, Edouard Montoute, Jean-Christophe Bouvet, Léon-Pierre Mondini, Bernard Llopis, Jean-Louis Schlesser, Jean-Pierre Mas, Michel Neugarten, Patrice Abbou, Claude Sese, Cyril Brunet, Bernard Destouches, Philippe Paimblanc, David Gabison, Vincent Tulli, Gérard Krawczyk, Dara-Indo Oum, Bonnafet Tarbouriech, Philippe Ferrandini, Shirley Kohn, Norbert Daverio, Eric Naggar, Julian Naceri, Laurent Desponds, Valeska Chabouis, Franck Fouret, Albert Lerda, Frédérick Patois 'Goobi', Christian Waldner, Felicity Neale, Dorothy Barrick, Jennifer Herrera, Flora Bourniquel 'Kim', Thierry Adler, Cédric Chen, Martin Grandperret, Christiane Conil, Clément Inglesakis, Sylvester Stallone, Lionel Vitrant
Regie: Gérard Krawczyk
Drehbuch: Luc Besson
Kamera: Gérard Sterin
Produktion: Luc Besson, Laurent Pétin, Michèle Pétin, Bernard Grenet, Pierre-Ange Le Pogam
Verleih: Pathé Films AG
Produktionsfirma: Europa Corp., ARP Sélection, Apipoulaï, TF1 Films Productions, Canal+
Startdatum: 21.08.2003 (Deutschschweiz)
29.01.2003 (Romandie)



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