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Frida

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 Filmkritik
«Frida»: Bewertung der Redaktion
Qualen schön malen

Eine ewige Heldin der Frauenzeitschriften - kreativ, schön und lebenslänglich leidend - ist auf Leinwand gebannt. Das Leben der Künstlerin Frida Kahlo à la Hollywood: Ein üppiges Feuerwerk für’s Auge, ein pathetisches Liebesdrama für die Seele.

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Madonna wollte die Frida Kahlo unbedingt spielen, aber Salma Hayek hat die Rolle bekommen. Ein Glück für den Film, denn Hayek hat die Lebensgeschichte der Künstlerin mit jener prickelnden Erotik durchtränkt, die einst ihre H&M-Werbekampagne auszeichnete.

Regisseurin Julie Taymor hat generell alles daran gesetzt, die Biographie so ansprechend wie nur möglich zu drapieren. So kommt es auch, dass das prägende Ereignis in Kahlos Leben - ein Autounfall, der ein Leben mit chronischen Schmerzen zur Folge haben wird - tüchtig überinszeniert ist: In Zeitlupe fliegen die Glassplitter durch die Luft und ein mystischer Goldflitter legt sich über Kahlos Körper, der soeben von einer Eisenstange durchbohrt worden ist.

Es ist die resolute Art und Weise, wie Frida Kahlo ihr Leben nach diesem Schicksalschlag angepackt hat, die sie zu einer heldenhaften Frau hat werden lassen. Kahlo übersteht qualvolle, einsame Jahre im Gipskorsett und zahlreiche Operationen, die ihre Familie finanziell ruinieren. Sie beginnt zu malen und entwickelt sich zu einer der einflussreichsten Künstlerinnen der Moderne.

Taymors ansprechend und witzig inszenierte Verfilmung aber hat Kahlos Wesen fast ausschliesslich auf ihr turbulentes Liebesleben reduziert. Zweifelsohne war ihre Beziehung zum politisch engagierten Künstler Diego Rivera für ihre Entwicklung prägend. Ihre Affinität zum eigenen Geschlecht und ihre Beziehung zu Genosse Trotzki als Trotzreaktion auf die chronischen Eskapaden ihres Ehemannes darzustellen, zeugt jedoch von Prüderie und verklemmter Hobbypsychologie sondergleichen.

Überzeugend sind hingegen die Animationseinlagen im Stil einer Traumsequenz, die den Film rhythmisieren, so einen direkten visuellen Bezug zu Kahlos künstlerischen Arbeit herstellen und gleichzeitig auch noch auf ihre Bedeutung für den Surrealismus anspielen. Salma Hayek ihrerseits ist es mit ihrer Darstellung gelungen, sich neu als Charakterschauspielerin zu etablieren. [Andrea Bleuler]


 Eure Kommentare

Jasmin: Sehr guter Film, künstlerisch ausgearbeitet. Man dringt in die W...
Isabel: Ich habe mich seit langem mit dem Leben und der Kunst von Frida ...
Anonym: ergreifender Film
Bettina: Frida ist von einer umwerfenden Intensität.
Alexandra: Vor dem Film wusste ich nicht besonders viel über die Künstle...
Marica: Langweilig

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 Abspann
Originaltitel: Frida
Filmlänge: 119min
Land (Jahr): USA (2003)
Genre: Beziehungsdrama / Grossproduktion
Besetzung: Salma Hayek, Alfred Molina, Antonio Banderas, Ashley Judd, Edward Norton, Geoffrey Rush
Regie: Julie Taymor
Verleih: Filmcoopi Zürich
Startdatum: 27.03.2003 (Deutschschweiz)
30.04.2003 (Romandie)



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