Anger Management
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Filmkritik

Zwei flogen übers Kuckucksnest

Adam Sandler ist neben Tom Cruise der grösste Star in Hollywood, auch wenn dies nicht auf den ersten Blick auffällt. Mit der Komödie «Anger Management» unterstreicht er aber im Komödienfach wieder einmal seinen Anspruch auf diesen Titel.

Von den alten Actionhelden (Schwarzenegger und Co.) können sich einzig noch Bruce Willis und Mel Gibson in der Garde der bestbezahlten Schauspieler halten, von den jüngeren Stars (etwa Vin Diesel oder Ben Affleck) hat sich noch keiner etabliert. Kommt hinzu, dass sich mit den kostengünstigeren Komödien ohnehin mehr Ertrag erzielen lässt. Hier ist die Konkurrenz auf den Thron des Komödienkönigs eher klein. Gummigesicht Jim Carrey hat in letzter Zeit höhere Ambitionen, als das Publikum ständig mit Lachern zu versorgen, und Mike Myers ist auf die Erfolge von «Austin Powers» angewiesen. Bleibt noch Ben StillerThere's Something About Mary», «Meet the Parents»), der allerdings stärker auf das Kollektiv vertraut, als sich selbst in den Vordergrund zu rücken.

Auch Adam Sandler ist nicht fehlerlos, was besonders bei gewagteren Projekten wie «Little Nicky» und dem Animationsfilm «Eight Crazy Nights» zu Abstürzen führte. Nach seinem mutigen Ausflug ins Kunstkino unter der Regie von Paul Thomas Anderson in «Punch-Drunk Love» durfte man nun gespannt auf die Reaktion seiner Fans warten. Nicht zuletzt, weil sich Sandler für «Anger Management» mit Jack Nicholson einen Schauspieler an die Seite stellte, der Kritikerpreise regelrecht sammelt.

Sandler mimt wieder einmal den Durchschnittsmenschen, der einige Mühe hat, sich im Leben durchzusetzen. Als Dave Buznik hat er zwar eine bezaubernde Freundin (Marisa Tomei), aber nicht den Mut, sie in der Öffentlichkeit zu küssen. Sein Leben wird gründlich auf den Kopf gestellt, als er auf einem Flug nach Chicago neben Buddy Rydell (Jack Nicholson) zu sitzen kommt. In der Luft überstürzen sich die Ereignisse: Dave wird plötzlich vorgeworfen, eine Flugbegleiterin tätlich angegriffen zu haben. Ein Gericht verknurrt ihn zur Wuttherapie bei Buddy Rydell. Doch in der Therapiegruppe hat Dave seine Emotionen noch viel weniger unter Kontrolle. Nach einer Schlägerei in einer Bar landet er wieder vor Gericht, und dieses Mal wird ihm Rydells Intensivtherapie verordnet. Für einen Monat wird Dave jede Minute von seinem Therapeuten überwacht, der einzigartige Methoden anwendet.

«Anger Management» ist wieder eine Komödie, die ganz auf die grosse Sandler-Fangemeinde zugeschnitten ist. Einzelne Sketche werden durch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm zusammengehalten, ein Konzept das nicht zuletzt an Sandler's frühere Auftritte in der TV-Show «Saturday Night Live» erinnert. «Anger Management» ist insofern eine Fortsetzung von «Big Daddy» und «Mr. Deeds». In einem solchen Film kann Jack Nicholson einzig eine Gastrolle zukommen. Dabei nutzt er die Gelegenheit, sich mit einer Mischung seiner bekanntesten Rollen selbst zu parodieren und landet irgendwo zwischen dem Wahnsinn aus «The Shining» und der teuflischen Lockerheit aus «The Witches of Eastwick».

Neben Nicholson treten alte Sandler-Veteranen wie John Turturro, Allen Covert und Kevin Nealon in Erscheinung, aber auch Heather Graham, John C. Reilly und Luis Guzmán, eine Schauspielergruppe, auf die Sandler bei seiner Zusammenarbeit mit Paul Thomas Anderson gestossen sein muss. Daneben gibt es zahlreiche Gastauftritte von Schauspielern (Woody Harrelson, Harry Dean Stanton), Sportlern (John McEnroe, Derek Jeter von den New York Yankees, Basketball-Coach Bobby Knight) und Politikern (Rudy Guliani) zu entdecken.

Durch dieses Durcheinander bricht die Handlung noch stärker auseinander. Die einzelnen Episoden behalten jedoch ihren Unterhaltungswert, wobei ein grosser Teil des Humors Geschmackssache ist. Neben einigen Katastrophen und viel durchschnittlichem Material bleiben aber ein paar geniale Einfälle, die den Film über die Zeit retten. In den USA ist «Anger Management» daher schon zur erfolgreichsten Komödie des Jahres aufgestiegen.

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12 Kommentare
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Michael

Wenn ihr euch wieder einmal so richtig ablachen wollt, dann setzt euch hin und los gehts!!!.
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Tobias

aussergewöhnlich klasse!. als ich den film vor 3 jahren im kino sah hab ich ihn nicht gerafft weil ich das gehirn nicht eigeschaltet habe. im fernsehen dann sah ich ihn ein zweites mal und habe selten...
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Antonio

eindrücklich wie schnell sich ein Mensch verändern kann...
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Alain

Genial!
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Franziska

Vor der Pause wenig interessantes,danach ziemlich sehenswert
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Tuvok Ein bißchen langweilig, hätte besser sein können, wenig lustig, Teil 2 der Filmkritik. Kurz darauf später geht er mit CHUCK fort, und durch einen saublöden Zwischenfall schlägt er eine Kellnerin zusam...
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Tuvok Ein bißchen langweilig, hätte besser sein können, wenig lustig, Teil 1 der Filmkritik. 104 Min. Jack Nicholson als Dr. BUDDY RYDELL und Adam Sandler als DAVE BUZNIK in der Hauptrolle, dazu Marisa Tome...
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Nadja

Na ja. Ich habe eigentlich schon ein bisschen mehr erwartet, aber lustig wars trotzdem. Leider sehr vorhersehbar.. Aber um einen lustigen Abend zu haben ist er wirklich gut
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Thomas schlecht-nicht schlecht. nicholson und sandler gutes duo leidr ging es immer ein bischen um das gleiche hätte ein bischen mehr humor erwartet wen ich eine note geben dürfte würde ich ein knappe 4, 0 g...
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Thomas schlecht-nicht schlecht.
12 Kommentare

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