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Lost and Delirious - Filmkritik

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Eine unmögliche Liebe

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Léa Pools Internatsfilm «Lost and Delirious» dreht sich um das Erwachsenwerden, um die erste Liebe und um das Loslösen vom Elternhaus, insbesondere von der Mutter. Mary (Mischa Barton) teilt ein Zimmer mit der lebhaften, rebellischen Pauline (grandios: Piper Perabo) und der braveren Victoria (Jessica Paré). Naiv, wie sie ist, braucht sie eine Weile, bis sie begreift, was zwischen ihren beiden Zimmergenossinnen abläuft.

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Die fast schon symbiotische Liebesbeziehung der beiden nimmt ein jähes Ende, als Victorias jüngere Schwester beide eines Morgens nackt im Bett findet. Victoria fürchtet sich zu sehr vor der Reaktion ihrer religiösen Eltern, trennt sich radikal von Pauline und fädelt auf der Stelle ein Date mit einem jungen Mann ein. Mary wird Zeugin von Paulies verzweifeltem, wild entschlossenem Kampf um Victoria, der ein dramatisches Ende nimmt.

Victorias Zurückweisung und die Angst davor, als lesbisch zu gelten, werden bereits im Film als nicht ganz zeitgemäss diskutiert. «Und wenn schon, es ist das einundzwanzigste Jahrhundert; meine Tante ist auch lesbisch», kommentiert eine Mitschülerin Victorias energisches Demento ihrer Liebe. Pool hält dagegen, dass sich die Situation für lesbische Mädchen zwar verbessere, aber nur langsam, und dass die Veränderung in erster Linie die junge Generation betrifft, nicht unbedingt die der Eltern, um deren Liebe Victoria fürchtet.

Fragen, die sich nicht stellen

Zum Ausklang des 20. Jahrhunderts wurde es möglich, dass Lesben im Film glückliche Beziehungen eingehen und darob weder verfemt werden, noch ihr Glück mit dem Leben bezahlen. Ist vor diesem Hintergrund das tragische Ende von Léa Pools erstem englischsprachigen Film ein Schritt zurück, oder aber - ein Schritt vorwärts? Hat sie sich in den alten Mustern gefangen, die sie mit ihren eigenen Filmen zu überwinden half, oder muss heute einfach niemand mehr filmisch demonstrieren, dass man lesbisch und glücklich sein kann?

Wäre Victoria ein Mann, um den Paulie mit immer extremeren Mitteln und immer weniger Selbstkontrolle wirbt, würde man nicht einfach den Kopf schütteln und sich wünschen, dass im neuen Jahrtausend Mädchen etwas mehr Selbständigkeit zeigen?

Die Fragen treten unvermeidbar auf - und scheinen doch falsch gestellt. Auch Pool ist sich im Gespräch der Problematik bewusst, sie stellt auch Übelegungen an, wie ihr Film aufgenommen werden könnte. Wenn sie jedoch hinter der Kamera steht, scheint sie sich um all das schlicht nicht zu kümmern. Was dabei herauskommt, ist ein Film von so starker, eindrücklicher Emotionalität, dass man nicht nur die poetischen Bilder und das Talent der jungen Schauspielerinnen, sondern auch den Mut der Regisseurin bewundert. [Senta van de Weetering]

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m&m's Alexandra: ich habe den film gleich nochmal gesehen, nachdem ...
m&m's Andrea: Der Film ist wohl sehr traurig und nur dann geeign...
m&m's Björn: Überzeugender Film voller Emotionen!...
m&m's Lukas: schöne Geschichte...
m&m's Barbara: ungefilterte Leidenschaft...