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Men of Honor

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 Filmkritik
«Men of Honor»: Bewertung der Redaktion
Tauchen mit der US-Army

Der in armen Verhältnissen aufgewachsene Carl Brashear (Cuba Gooding Jr.) will nichts anderes als in der U.S. Navy Karriere machen. Sein Handicap ist seine Hautfarbe. Obwohl der Militärdienst für Schwarze besteht, werden sie in den Kasernen keineswegs von allen akzeptiert. Vor allem Billy Sunday (Robert de Niro) als traditionsverpflichter Navy Officer steht Carls Traum im Wege. «Men of Honor» basiert auf wahren Begebenheiten. Das macht den Film leider auch nicht besser.

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Carl Brashear (Cuba Gooding Jr., Oscar für «Jerry Maguire»), Sohn eines armen, schwarzen Landwirtes, will während des Zweiten Weltkriegs in die Navy. Von Kindesbeinen an liebt er es, im benachbarten See nach Autowracks zu tauchen. Sein Vater will auf keinen Fall, dass das Leben des Sohnemanns den gleichen Lauf nimmt wie sein eigenes. Er schickt Carl in den Militärdienst mit den Worten «gib niemals auf und komm nie wieder nach Hause zurück». Carls erster Karriereabschnitt endet, wie der aller Schwarzen, in der Küche auf einem Navy-Boot. Indem er eine Regel bricht und an einem für ihn nicht erlaubten Tag schwimmen geht und dazu noch den besten Schwimmer um Längen schlägt, bekommt er seine Chance, Navy-Taucher zu werden. Mit Hilfe eines Kommandanten und nach 100 geschriebenen Briefen kann er die entsprechende Ausbildung beginnen. Vom ersten Tag an schlägt ihm ein eisiger Wind entgegen. Nur ein Sprachbehinderter hält ihm die Stange. Der wegen eines Unfalles verbitterte Ausbildner Billy Sunday (Robert de Niro) macht ihm aufgrund eines Befehls von oben das Leben zur Hölle. Carl hält die Strapazen, die mit sozialer Ausgrenzung verbunden sind, jedoch durch und erlangt die Lizenz. Der Aufstieg beginnt. In einer heiklen Mission erleidet Carl eine schwere Beinfraktur, welche ihm das weitere Tauchen verbietet. Mit Hilfe von Billy Sunday, welcher mit der neuen Navy-Führung ein Hühnchen zu rupfen hat, kämpft sich Carl durch die Pentagon-Administration mit dem Ziel, erster behinderter und schwarzer Master Chief zu werden.

«Men of Honor» will ein Zeichen gegen die geschichtliche Unterdrückung der Schwarzen setzen. Leider zementiert Regisseur George Tillman Jr. vor allem viele ärgerliche Klischees. Zum Beispiel, dass nur Ehre einen wahren Mann ausmacht - und vielleicht noch, dass er 5 Minuten die Luft anhalten und 130 kg stemmen kann. Oder dass Traditionen immer besser sind als moderne Management-Ideen. Oder, und vor allem, dass die Frauen sich zwar auch schon mal für ihre Ziele einsetzen; aber zu richtigen Männern kommen sie immer wieder zurück, egal, ob diese sie immer wie Luft behandelt haben. Und so wird aus diesem Stück gegen die Rassendiskriminierung eine verbohrte Geschichte aus dem (scheinbaren) Kleinmief des U.S. Militärs.

Ein paar Mal während des Filmes sagt Billy Sunday: «Hell, I don’t know why anybody would want to be a Navy Diver.» Warum sollte jemand einen Film über die Navy Taucher SEHEN wollen? Filme über das U.S. Militär beleuchten immer neue Einheiten. Aber garantiert ist allen gemeinsam, dass gerade ihre Truppe die härteste, mutigste und nötigste ist. Und nur derjenige kommt durch, der sich dem Machotum des weissen und männlichen Drills anpasst. Sei es als Frau («G.I. Jane») oder eben als Schwarzer in den Vierzigerjahren. Ohne jede Ironie kämpft sich Carl Brashear mit seinem unglaublichem - mit Dummheit versetzten - Starrsinn durch diese Welt.

Es soll nicht verschwiegen werden, dass Robert de Niro eine Parforce-Leistung liefert. Seine Darstellung des leichten Wahnsinns lässt einem immer wieder erschauern. Und der Film hat, insbesondere während Carls Ausbildung, spannende Momente, in denen man als Zuschauer mit den Filmhelden die Luft anhält. [Kaspar Döbeli]


 Eure Kommentare

Daniel: Ein absolut sehenswerter Film! Er kommt ohne Schiessereien, unnö...

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 Abspann
Originaltitel: Men of Honor
Filmlänge: 123min
Land (Jahr): USA (2000)
Genre: Drama / Grossproduktion
Besetzung: Robert De Niro, Cuba Gooding Jr., Charlize Theron, Aunjanue Ellis, Hal Holbrook, Michael Rapaport, Powers Boothe, David Keith, Holt McCallany, Joshua Leonard, Dennis Troutman, Joshua Feinman, Theo Nicholas Pagones, Ryan Honey, David Conrad, Chris Warren Jr., Lester B. Hanson, Jack Frazier, David Richard Heath, Demene E. Hall, Alimi Ballard, Shawn Michael Howard, Troy Lund, Henry Harris, Matt Dotson, Carl Lumbly, Lonette McKee, Glynn Turman, David Meyers, Richard Perry Turner, George 'Chick' Rankins, Richard Sanders, Nasir Najieb, Dennis Bateman, Eric Newsome, Steven Clark Pachosa, Marilyn Faith Hickey, Bruce Burkhartsmeier, Michael Tyrone Williamson, Michelle Guthrie, Michael Patrick Egan, Scott Kraft, Tim Monsion, Dule Hill, Timothy McCuen Piggee, John Polce, The Count, Allen Gerbino, Art Gotisar, Robert Blanche, Ivory Dilley, Chad W. Smathers, Wayne Morse, Rachel Jahn, Jon Du Clos, Leon Russom, Richard Radecki, Randy Flagler, Jeremy Taylor, Jason Bailey
Regie: George Tillman Jr.
Drehbuch: Scott Marshall Smith
Kamera: Anthony B. Richmond
Produktion: Bill Badalato, Robert Teitel, Bill Cosby, Stan Robertson
Produktionsfirma: Fox 2000 Pictures, State Street Pictures
Komponist: Mark Isham
Startdatum: 03.05.2001 (Deutschschweiz)
02.05.2001 (Romandie)



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