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Brother - Filmkritik

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Land (Jahr): Japan, USA (2000)
Filmlänge:112min
Regie:Takeshi Kitano
Kinostart:14.06.2001
 13.12.2000 (Romandie)
Drehbuch:Takeshi Kitano
Produktion:Masayuki Mori (II)

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Yakuza vs. Mafia

30

So wie die Hauptfigur in Takeshi Kitanos «Brother» die heimatlichen Gefilde verlässt und versucht, in Los Angeles Fuss zu fassen, so wagt auch der japanische Regisseur zum ersten Mal den Schritt in Richtung Hollywood. Doch genau wie der Held seines Filmes seinen Idealen und Gewohnheiten nicht entsagt, so bleibt auch Kitano stark dem Stil seiner früheren, in Japan entstandenen Filme verpflichtet.

Bildgalerie

Yamamoto (Takeshi Kitano), ein Mitglied der Yakuza, fällt bei seiner «Familie» in Ungnade und muss sich in die USA absetzen. Dort lebt sein jüngerer Bruder Ken, der sich zusammen mit seinem Freund Denny als Kleingangster im Drogenhandel versucht. Nach anfänglichen Verständigungsschwierigkeiten bringt der grosse Bruder ihnen bei, nach den Regeln der Yakuza zu arbeiten, und mit Hilfe des strengen Kodex, eiserner Disziplin und hemmungsloser Gewalt steigen die kleinen Ganoven bald zu gefürchteten Gangstern auf. Die Gang bekommt schnell Zuwachs, und ihr Einfluss wächst zusehends. Die aufstrebenden jungen Mitglieder sehen in Yamamoto ihr Idol, akzeptieren seine simplen Werte und befolgen kritiklos seine Anweisungen. Doch mit dem Wachstum ihrer Macht und der Ausbreitung ihres Territoriums gerät die junge Gang in Konflikt mit der italienischen Mafia. Obwohl Yamamoto klar wird, dass sie gegen den italienischen Riesen nicht ankommen können, verfolgt er weiterhin den Ehrenkodex der Yakuza und treibt sich und seine neue «Familie» immer weiter ins blutige Verderben...

«Brother» ist Takeshi Kitanos erste internationale Koproduktion, in Los Angeles gedreht und in englischer Sprache gehalten. Doch abgesehen vom Mitwirken einiger amerikanischer Schauspieler (Omar Epps, «Scream 2») hat Kitano mit seinem gewohnten Team gearbeitet, zeichnet verantwortlich für Buch und Regie und spielt unter seinem Alias Beat Takeshi die Hauptrolle. Ebenso konsequent wie der vom Regisseur selbst verkörperte Protagonist in «Brother» führt Kitano sein bisheriges Werk fort, und so ist «Brother» keine Annäherung an das amerikanische Actionkino geworden. Mit ruhigen Bildern, einer wortkargen Hauptfigur und schonungsloser Gewaltdarstellung steht der Film in der Tradition früherer Werke Kitanos wie «Hana Bi» oder «Sonatine», spinnt konsequent deren Geschichten weiter, ohne jedoch qualitativ an diese anknüpfen zu können. Zu lange ziehen sich die Gewaltszenen in der zweiten Hälfte des Films hin, bis sie zu reinem Selbstzweck zu verkommen scheinen. Zu flach sind die amerikanischen Charaktere ausgefallen, sie entsprechen oft Stereotypen, und so vermag der Zuschauer kaum eine Beziehung zu den Protagonisten aufzubauen.

Nur stellenweise vermag der Film zu überzeugen. Ohne das Leben der Yakuza zu verherrlichen, zeigt Kitano, zum Teil mit ironischer Distanz, dass deren Alltag vor allem aus Abwarten besteht. Es gelingt ihm trotz grosser Realitätsnähe die Atmosphäre einer Scheinwelt zu schaffen, in der sich die jungen aufstrebenden Gangster wie einsame Marionetten bewegen. Kitano verkörpert Yamamoto mit stoischer Ruhe, lässt sein Gesicht sprechen. Sein Held ist keine heroische, eher eine tragische Figur, die bald an die Grenzen ihrer Macht stösst und beinahe zielstrebig auf ihr Verderben zusteuert.Um das Erfahren von Grenzen dreht sich «Brother», und vielleicht ist auch Kitano an die Grenzen seiner filmischen Kreativität gelangt. [Michelle Ettlin]

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m&m's Adrian: sehr eindrücklich, fast schon zu gewalttätig...
m&m's Micha: Zu brutal. Sinnlose Gewalt. Aber gut gemacht....
m&m's Fabian: Drei Gründe weshalb dieser Film so einzigartig ist...
m&m's Al: Eigentlich merkwürdig, dass ausgerechnet Takeshi i...