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The Straight Story - Filmkritik

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Aka Titel:Eine wahre Geschichte
Land (Jahr): Frankreich, USA (1999)
Genre:Drama
Filmlänge:111min
Regie:David Lynch
Kinostart:06.01.1999
Drehbuch:David Lynch
 John Roach (II)

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600 Kilometer auf dem Rasenmäher

40

Wäre es nach der Aufmerksamkeit der Presse gegangen, dann hätte David Lynch für «The Straight Story» am Filmfestival in Cannes die Goldene Palme mit nach Hause genommen. «The Straight Story» ist Lynchs Entdeckung der Langsamkeit, ein Road-Movie mit 4 mph. Es hat wenig von einem typischen Lynch-Film.

«The Straight Story» ist die wahre Geschichte des 73-jährigen Alvin Straight (Richard Farnsworth), der sich mit seinem Rasenmäher auf eine 600 Kilometer lange Reise von Laurens (Iowa) nach Mt. Zion (Wisconsin) macht, um seinen Bruder Lyle (Harry Dean Stanton) zu besuchen. Seit zehn Jahren hat er nicht mehr mit seinem Bruder gesprochen, hat sich von ihm ferngehalten wegen eines Streits, dessen Ursachen nicht näher erläutert werden. Ein Schlaganfall Lyles und sein eigener angeschlagener Gesundheitszustand lassen ihm den Entschluss reifen, den Streit zu begraben und sich mit seinem Bruder zu versöhnen.

Ohne Führerschein und Auto, mit wenig Geld, sieht er die einzige Möglichkeit, die Reise auf seinem motorisierten Rasenmäher zu unternehmen. Gegen alle Widerstände setzt er sich durch und macht sich mit sechs Stundenkilometern auf die rund 600 Kilometer lange Reise. Unterwegs macht er die verschiedensten Begegnungen und durch die Gespräche mit seinen zufälligen Bekanntschaften lernen wir die Lebensgeschichte von Alvin Straight kennen.

Lynchs Film ist ganz und gar unspektakulär und lässt die Geschichte, eine sechswöchige Reise in die Versöhnung, für sich sprechen. Unvorstellbar wäre der Film ohne den grossartigen Richard Farnsworth, in dessen Gesicht und Erzählungen die Geschichte Alvin Straights lebendig wird. Mit dieser Rolle hat sich Farnsworth unter den Anwärtern für die Goldenen Palme für den besten Schauspieler ganz vorne eingereiht.

Obwohl ein ganz und gar untypischer Lynch ohne Leichen und ohne Evokation der Schattenseiten Amerikas überzeugt «The Straight Story» mit guten Schauspielern und der wunderbaren Musik von Angelo Badalamenti, die wenigstens zeitweise ein bisschen an «Twin Peaks» erinnert. [Theo von Daeniken]

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m&m's movie world filip: auf leinwand geschaut... tolle badalamenti musik u...
m&m's Martin: Bereits die stimmungsvolle Einführung weist den We...
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