The Mummy
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Filmkritik

Eine Mumie lässt die Fetzen fliegen

Was kann schon passieren, wenn eine schusselige Bibliothekarin und ihr Camel Trophy Held die Wüste umgraben und dabei auf eine 3000 Jahre alte Mumie stossen? Was kann schon passieren, wenn Filmemacher in der Rumpelkiste wühlen und dabei einen 67 Jahre alten Mumienfilm finden? Regisseur und Autor Stephen Sommers zeigt uns beides, wobei das Quäntchen Story mit derart vielen Toten aus dem Computer gespickt ist, dass nur so die Fetzen fliegen.

Er hätte besser die Finger von der Auserwählten des Pharaos gelassen, dann wäre Imhotep (Arnold Vosloo) damals vor 3000 Jahren nicht bei lebendigem Leib mumifiziert und dem Geziefer zum Frass vorgeworfen worden. Doch zu seinem Glück ist das alles im alten Ägypten passiert, wo mehr als irgendwo sonst auf der Welt noch gilt: «Death is just the beginning.» Der Tod ist erst der Anfang.

Neues Leben in der Stadt der Toten

Die Erlösung naht in der Gestalt der Bibliothekarin Evelyn (Rachel Weisz). Mit dem Ziel, die sagenumwobene Stadt der Toten zu entdecken, reitet sie in die Wüste. Mit von der Partie ist O'Connell (Brendan Fraser), den allerdings weniger die geschichtlichen Hintergründe als die ebenso sagenumwobenen Schätze treiben. Dieser Mischung aus naivem Wissensdurst und chauvinistischem Abenteurergehabe ist es denn auch zu verdanken, dass die zwei es schon am ersten Tag in der Stadt der Toten schaffen, den verfluchten Imhotep zu neuem Leben zu erwecken.

Zu neuem Leben erweckt wurde auch das Genre der Mumienfilme. Hatten anno 1932 das Original und daraufhin seine zahlreichen Fortsetzungen noch das Imperium der Universal Studios mit aufgebaut, glaubte noch vor ein paar Monaten niemand an den Erfolg einer Neuauflage ­ zu unrecht! Der Film hat in den ersten 25 Tagen alleine in den USA bereits 117 Millionen Dollar eingespielt. Warum bloss?

Unerwarteter Erfolg

An der Geschichte kann es nicht wirklich liegen. Die ist mindestens so durchschaubar wie ein Stück Emmentaler und die Dialoge bieten nicht annähernd so gelungenen Schabernack wie jene vom guten alten Jones. Die schauspielerischen Leistungen können es auch nicht sein. Brendan «fräst» nicht, sondern tuckelt gemütlich durch den Film, wenn ihn nicht gerade eine Horde Mumien jagen. Und auch Rachel «weissz» nicht so richtig zu überzeugen in ihrer Rolle als selbstbewusste und doch ständig herumkreischende Hobbyarchäologin. Nein, daran kann es nicht liegen.

Die Effekte sind's, die simple Tatsache, dass wir Mumien endlich in Farbe zu sehen bekommen ­ und dann erst noch aufwendigst im Computer erzeugte. Da werden Flugzeuge von Sandstürmen verschluckt, laufen lässig bandagierte Mumien zu Dutzenden und fleischfressende Käfer gar zu Tausenden über die Leinwand, stürzen ganze Städte ein und, und, und. Es gibt kaum eine Minute, in der nicht irgend etwas Imposantes passiert. Den armen Leutchen in den Kinosesseln wird kein Moment zum Nachdenken gegeben, ein wahres Feuerwerk der Bilder explodiert im Kinosaal. Insofern reiht sich das Remake nahtlos in die Tradition der Abenteuerfilme ein. Und es macht Lust auf mehr, Zeit also, die auch schon ziemlich angestaubten Indiana Jones Kassetten auszugraben und in den Videorekorder zu befördern.

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3 Kommentare
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movie world filip

witzige mummy film a la indiana jones mit starke fraser
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Fabian

Einfach nur toll..!. Popcorn-Kino wie es sein soll! Der Film will gar nicht ernst genommen werden, sondern ist mehr eine selbstironische Karikatur des Genre. Wer dies akzeptiert, und sich an der o...
mehr
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Pascal

The Mummy. Herrlicher Gruselspass

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