Project X
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Filmkritik

Schön kaputt

Die Ingredienzien von Project X sind nicht neu: Notgeile Teenager, Nerds und Partyhasen hat man schon zuhauf gesehen. Der Unterschied zur gängigen Konvention? Die Inspiration sind Facebook-Parties und die Wackelkamera ist immer mitten drin im Geschehen.

Drei Jungs wollen anlässlich eines Geburtstages eine Party ausrichten, die sie auf ihrer High School legendär machen soll. Das Geburtstagskind macht sich etwas Sorgen, dass die sturmfreie Bude in Mitleidenschaft gezogen werden könnte, doch man beschwichtigt ihn, dass schon alles gut gehen wird. Da die Party jedoch auch im Internet und im Radio angekündigt wird, gerät bald alles aus den Fugen. Tausende Gäste sind da, der Sachschaden nimmt beträchtlich zu, ein Irrer mit einem Flammenwerfer taucht auf, und die Polizei rückt aus, um den bürgerkriegsähnlichen Zustand aufzulösen.

Angesichts des Erfolgs von Found-Footage-Filmen wird so ziemlich jedes Genre abgegrast und dieser Behandlung unterzogen. Bei Project X ist das Material zwar nie verschwunden gewesen, aber der Film hat den Chic von Reality-TV, bei dem der Kameramann immer ganz nahe dran ist, auch wenn es mal zärtlich und intim wird. So gaukelt der Film eine Authentizität vor, die er nicht besitzt. Tatsächlich erzählt Project X auch keine nennenswerte Geschichte, sondern gestaltet sich eher wie eine außer Kontrolle geratene Dokumentation. Die Figuren lernt man nicht mal ansatzweise kennen, darum sind sie einem auch herzlich egal. So kann man der Verwüstung, die mit dieser Party einhergeht, zwar eine gewisse Faszination abgewinnen, aber auch nur deshalb, weil die Party-Exzesse immer extremer werden.

Höchst merkwürdig ist auch die Moral des Films, denn obschon die Jungs mit dieser Party nicht nur ihr eigenes, sondern auch das Leben ihrer Eltern ruiniert haben, lassen sie sich in der Schule feiern. So steht das Ende im krassen Gegensatz zum restlichen Film, der eher wie ein Mahnmal wirkt, was Facebook-Parties betrifft, bei denen gänzlich ungewollt Hunderte oder Tausende Gäste auftauchen.

Wer ins Kino geht und einen normalen Film erwartet, wird enttäuscht. Was hier geboten wird, kann man so oder ähnlich auch in Reality-TV-Formaten auf RTL 2 und MTV sehen. Sieht man von den Exzessen ab, hätte man im Grunde auch nur bei «normalen» Teenager-Partys mitfilmen müssen - der erzählerische Gehalt wäre derselbe gewesen. War die Intention, dem Zuschauer das Gefühl zu geben, selbst auf dieser Party zu sein, so wird das Gegenteil erreicht: Irgendwie fühlt man sich wie der Außenseiter, der am Rand herumsteht und nie Teil des Ganzen ist.

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Mein Kommentar
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16 Kommentare
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necra80

Witzig, unterhaltsam. Bisschen bedenklich wegen der Message...
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Pascal

Der Regisseur hat versucht das Gefühl rüber zu bringen selbst an der Party anwesend zu sein und das hat er meiner Meinung gut geschafft. Ich mochte die Musik und Aufnahmen. Macht ordentlich Lust auf P...
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Tuvok

Der etwas anarchische Film wurde vom Regisseur so gemacht das man einigen Jungstars im Filmbusiness die keiner kennt und alle so um 1990 geboren sind, Smartphones, Handys und Kleinkameras in die Hand ...
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Tuvok

Die you Tube Celebrtys sind es, um die es im Leben der Darsteller geht, ein Leben als You Tube Star, he super, klar mögen die Eltern das nicht, falls sie draufkommen aber das werden die eh nicht. ...
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Marc

Witziger Film. So wie das Leben als Teenager sein sollte...
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Lex1993

Irgendwie ein doofer Film und trotzdem muss man ihn zu Ende schauen weil man einfach lachen muss!!
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lauradecataldo

Man wünscht sich, dass man dabei gewesen wäre und mit gefeiert hätte. Sehr lustig.
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autumn

absoluter Schwachsinn.
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hershanking

hammer einfach nur spasssss
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Raphael

Top FIlm! Nicht viel dabei überlegen und einfach anschauen.
16 Kommentare

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