World Invasion: Battle Los Angeles - Filmkritik
| Land (Jahr): | USA (2011) |
| Genre: | Action, Sci-Fi |
| Filmlänge: | 116min |
| Regie: | Jonathan Liebesman |
| Kinostart: | 14.04.2011 |
| 16.03.2011 (Romandie) | |
| 22.04.2011 (Tessin) |
Ausserdischer Angriff auf die Sinne
Ein Feldweibel und sein stark dezimierter Zug von Soldaten sind die letzte Hoffnung der Menschheit in einem an Action reichen Alien-Film mit wenig Inhalt, Aaron Eckhard und Michelle Rodriguez.
Vor den Küsten von Irland und Kalifornien und seltsamerweise im Golf von Bengalen gehen Meteoritenschauer nieder. Die Sternschnuppen stellen sich als Raumschiffe mit ausserirdischen Passagieren heraus, die unsere Welt übernehmen wollen, weil es bei ihnen zuhause an Wasser mangelt. Angeführt von einem kurz vor der Pension stehenden Sergeant (Aaron Eckhard) überlebt ein Plattoon von Marines (Michelle Rodriguez, Lucas Till u.a.) die erste Attacke und macht sich auf, die Welt vor den Ausserirdischen zu retten.
World Invasion: Battle Los Angeles ist ein Eintopf gängiger Weltuntergangs-Clichés, die man aus Filmen wie Aliens, Starship Troopers oder Cloverfield kennt. Die Aliens sind dumme und hässliche Hybriden zwischen Reptilien und Büchsenöffnern, die uns nie vollständig gezeigt werden. Die Helden des Films werden uns mit phantasielosen Hintergrundgeschichten näher gebracht. Der eine will heiraten, ein anderer ist noch Jungfrau, und der Sergeant hat eine dunkle Vergangenheit, die zwar ständig erwähnt, aber nie erklärt wird.
Um für die schwache Geschichte zu kompensieren, benutzt Regissuer Jonathan Liebesman eine Kakophonie aus wackligen Bildern, Footage von Computer- und Fernseh-Monitoren und High-Definition Shots, die Realismus vermitteln soll, den Zuschauer aber nur vewirrt. Seltene Lichtblicke sind die sensiblen Bilder des Schweizer Kameramanns Lukas Ettlin. Ein paar Soldatenfüsse, die aus der offenen Helikoptertüre baumeln, oder die flimmernde Hitze über einem Meer von weissen Kreuzen auf dem Friedhof erzählen eine spannendere Geschichte als der Drehbuchautor.
Das Sci-Fi-Genre kennt Klassiker wie War of the Worlds (von Orson Wells) oder Independence Day und sogar Juwelen wie District 9, die das Verhältnis zwischen Menschen und Aliens mit einem sozialkritischen Auge sehen. World Invasion: Battle Los Angeles fällt in keine dieser Kategorien. Der Film ist eine Attacke auf die Sinne, die das Publikum während zwei Stunden mit chaotischen Bildern und ohrenbetäubendem Sound bombardiert und es verwirrt, erschöpft und mit flauem Magen zurücklässt. [Gaby Tscharner]
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