Gary (Jason Segel) und Walter sind von klein auf beste Freunde. Alles machen die beiden zusammen. Kochen, Zähneputzen, in den Urlaub fahren. Und noch etwas haben der Mensch und die Puppe gemeinsam: Sie sind die weltgrössten Fans der Muppets. Doch diese sind längst passé. Die Muppet-Studios in Los Angeles sind geschlossen, und Gonzo und der Rest der Bande gehen inzwischen getrennte Wege. Erst als Walter durch einen Zufall aufdeckt, dass der fiese Magnat Tex Richman (Chris Cooper) die Muppets entgültig zerstören und sich die Markenrechte unter den Nagel reissen will, macht er sich mit Gary und Mary (Amy Adams) auf, die flotten Puppen wieder zu vereinen und die grösste Muppets-Show aller Zeiten auf die Beine zu stellen.
Der Film ist ganz klar eine Herzensangelegenheit von Jason Segel, der selbst ein riesiger Fan der Kreaturen von Jim Henson ist. Und das steckt auch das Publikum an; eingestandene Fans werden begeistert sein, und viele neue dazugewonnen werden. Mit viel Liebe zu den Figuren, einer einfachen und im besten Sinne altmodischen Geschichte, die sich nicht verweifelt anzubiedern versucht, belebt er zusammen mit TV-Regisseur James Bobin die zuletzt wenig erfolgreiche Film-Reihe wieder. Die Rechnung scheint aufzugehen: Kein «Muppets»-Film machte bisher mehr Kasse.
Das Duo setzt auf Nostalgie, harmlose Spässe, und wunderbare Musik-Nummern (die neuen Songs sind von Christoph Beck), die von Regenbögen, Zuckerwatte und echter Freundschaft erzählen und in einem Killer-Duet von Gary und Walter gipfeln. Eine Prise Ironie, selbst-referentieller Humor und das liebevolle Veralbern von Hollywood-Konventionen lassen zudem das Herz der erwachsenen Komödien-Liebhabern höher schlagen.
Segel konnte für sein Projekt denn auch halb Hollywood gewinnen. Neben ihm und Amy Adams in den Hauptrollen geben sich unzählige Stars in Kurzauftritten die Klinke in die Hand: Zach Galifianakis als Penner, Emily Blunt als Miss Piggys Assistentin (Piggy trägt Chanel statt Prada), Alan Arkin als Touristen-Führer sowie Whoopie Goldberg, Selina Gomez, Jack Black und viele weitere als sie selbst.