In einem fiktiven Zeitalter, angesiedelt irgendwo zwischen dem Untergang von Atlantis und dem Aussterben der Einhörner, existiert die Welt von Conan, dem Barbar (Jason Momoa). Unser Held lebt auf dem Kontinent von Hyboria und ist ein Mitglied der Cimmerier, einem Volk von Kriegern. Er wird auf dem Schlachtfeld geboren, als sein Vater (Ron Perlman) seiner hochschwangeren, tödlich verletzten Mutter (Laila Rouass) einen Kaiserschnitt verpasst. Sie stirbt an ihren Verletzungen und sein Vater wird zu Tode gefoltert. Conans Ziel im Leben ist fortan der Rachefeldzug gegen den Warlord Khalar Zym (Stephen Lang, bekannt als Fiesling aus Avatar) und dessen Tochter Marique (Rose McGowen), die für den Tod seiner Eltern verantwortlich sind.
In den späten 90er Jahren wurden erste Gerüchte über Pläne einer Fortsetzung zu Conan the Destroyer laut, seinerseits das Sequel von Conan the Barbarian mit Arnold Schwarzenegger. Diese Pläne wurden jedoch durch die Wahl des Österreichers zum Gouverneur von Kalifornien zunichte gemacht. Darauf folgten Versuche namhafter Regisseure wie der Wachowski-Brüder, Robert Rodriguez und Brett Ratner, den Barbaren aus dem Dornröschenschlaf zu wecken. All diese gescheiterten Anläufe führten zu dieser Version des deutschen Regisseurs Marcus Nispel, der sich in Hollywood als Remake-König einen Namen gemacht hat.
Jason Momoa macht das Beste aus einer relativ undankbaren Rolle, die seinem Protagonisten kaum Dialog bietet und nicht mehr als zwei Emotionen erlaubt. Sein massiver Körper ist für diese Rolle wie geschaffen und sein exotisch markantes Gesicht wird durch eine Narbe über dem linken Auge gerade genug entstellt, um ihn als Krieger glaubwürdig wirken zu lassen. Die Besetzung des hawaiianischen Ex-Models liefert einem weiblichen Publikum zudem ein spezielles Zückerchen in der Form eines ausgedehnten, völlig unnötigen Gratisblick auf seinen nackten, gestählten Hintern.
Die Macher beteuern, kein Remake von Schwarzeneggers Original gemacht haben zu wollen. Dieser Film basiert auf der fast 80-jährigen Vorlage von Robert E. Howard und ist nicht nur blutrünstiger ist als Schwarzeneggers Film, er hat auch weniger ungewollten Witz. Mal abgesehen von Conans Rachegelüsten und Khalar Zyms Streben, seine tote Frau wiederauferstehen zu lassen, ist in der neuen Version nur wenig Storyline, Motivation oder Charakter-Entwicklung auszumachen. Aber darum geht's auch gar nicht. Conans Motto: «I live. I love. I slay... I am content» fasst den Film perfekt zusammen. Wer nach cleveren Dialogen sucht, ist im wahrsten Sinne des Wortes im falschen Film.
Leider wirkt auch der neue Conan, wenn man ihn so sieht einfach wie ein kleiner Muskelprotz mit nettem Schwert dass gar nicht so scharf aussieht als dass was er damit macht. Wenn ich mir denke, was de...
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