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Potiche - Filmkritik

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Aka Titel:Das Schmuckstück
Land (Jahr): Frankreich (2010)
Genre:Comedy
Filmlänge:100min
Regie:François Ozon
Kinostart:07.04.2011
 10.11.2010 (Romandie)
 10.12.2010 (Tessin)

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Vom Dekorationsstück zur Powerfrau

40

Eine Fabrikantengattin führt ein langweiliges Hausfrauendasein. Doch als ihr Mann ins Krankenhaus eingeliefert wird und sie seine Firma leiten muss, kommen in François Ozons Komödie die Dinge so richtig ins Rollen.

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Suzanne Pujol (Catherine Deneuve) sieht sich als Potiche: als Porzellanvase, die zwar hübsch anzusehen ist, aber keinerlei Funktion hat. Sie lässt sich von ihrem Mann in die Küche drängen, pflegt Haus und Garten, liest Gedichte und akzeptiert die Geliebte ihres Gatten so klaglos wie seine Bordellbesuche. Als der Regenschirmproduzent nach einer Herzattacke ins Krankenhaus eingeliefert wird, übernimmt seine Gattin die Leitung des Unternehmens. Man befürchtet ein Chaos, aber das läuft besser denn je. Als Pujol auf seinen Chefsessel zurückkehren will, setzt ein Intrigenspiel ein, bei dem auch der kommunistische Abgeordnete des Ortes (Gérard Depardieu) mitmischt.

Knallorange Vorspann-Titel, ein dunkelroter Jogging-Anzug, Blümchentapeten und Föhnfrisuren: Ozon überzeichnet hemmungslos in seiner Schilderung der späten siebziger Jahre. Er schwelgt im Kitsch und lässt die bestens aufgelegten Schauspieler lustvoll überzeichnen. Souverän werden hier die üblichen Wendungen der Boulevardkomödie noch ein Stück weiter getrieben, bis kein Stein mehr auf dem anderen bleibt.

Wie schon in seinem grössten Erfolg Huit femmes und dem Melodram Angel spielt Ozon auch hier mit der Filmgeschichte; er erweist in den turbulenten Kapriolen den Louis de Funès-Filmen ebenso seine Reverenz wie in den rasanten Dialogen den amerikanischen Screwball-Comedies. Potiche ist aber auch ein hoch ironisches Spiel sowohl mit den Versatzstücken der Boulevardkomödie als auch mit Geschlechterrollen, Machtspielen und weiblicher Emanzipation.

Sogar der Ernst kommt nicht zu kurz: Potiche zeichnet den gesellschaftlichen Wandel nach, der sich in den Siebzigern mit der Befreiung der Frau von der Hausfrauenrolle vollzog. Gleichzeitig auch von der Gegenwart erzählt: Ozon will den Film auch als Satire auf Nicolas Sarkozy, die gegenwärtigen politischen Verhältnisse in Frankreich und die Wirtschaftskrise verstanden wissen. [Walter Gasperi]

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m&m's holiday88: Der Film an sich überzeugt und bietet gute Unterha...
m&m's holiday88: Der Film an sich überzeugt und bietet gute Unterha...
m&m's Anneli78: Witzige Komödie, sehr gut! Hab mich gut unterhalte...
m&m's monsoleil: Endlich wieder eine gute französiche Komödie, mit ...
m&m's Selina: unterhaltsam. blieb bei mir aber nicht lange hafte...