| Aka Titel: | Kiss & Kill |
| Jahr: | 2010 |
| Genre: | Action, Comedy, Thriller |
| Regie: | Robert Luketic |
| Kinostart: | 05.08.2010 |
| 23.06.2010 (Romandie) | |
| Drehbuch: | Bob DeRosa |
| Ted Griffin |
Mein Mann, der Spion
Der Traummann entpuppt sich plötzlich als ehemaliger Geheimagent und die Nachbarn in der Vorstadt als Schläfer, die dem Ex-Spion ans Leder wollen: Ashton Kutcher und Katherine Heigl in einem Hybrid aus Actionfilm und romantischer Komödie, der nie richtig auf Touren kommt.
Jen Kornfeldt (Katherine Heigl) hat die Schnauze voll von den Männern, denn bei ihr reiht sich eine gescheiterte Beziehung an die andere. Doch ausgerechnet im gemeinsamen Urlaub mit Mutter (Catherine O'Hara) und Vater (Tom Selleck) an der Côte d'Azur trifft sie auf den unverschämt charmanten Spencer Aimes (Ashton Kutcher). Dass der nette Strahlemann nicht genau der ist, den er vorgibt zu sein, erfährt sie allerdings erst nach drei Jahren Ehe. Dann machen plötzlich mehrere Nachbarn und Arbeitskollegen Jagd auf ihren Göttergatten. Denn der war einst der beste Killer der CIA und wird nun von seiner Vergangenheit eingeholt. So wird die herausgeputzte Vorstadt plötzlich zum Schlachtfeld von Killern und Spionen.
So weit so abstrus. Aus dieser Story hätte Regisseur Robert Luketic eine rasante Actionkomödie im Stile von «True Lies» basteln können. Doch dafür hapert es an zu vielen Stellen: So will zwischen den Hauptdarstellern Kutcher und Heigl nicht das leiseste Knistern aufkommen. Auch weiss man nie so recht, wer eigentlich warum wen jagt. Und schliesslich verhindert das antiquierte Frauenbild des Films jegliche Überraschungseffekte: Bleibt doch Katherine Heigl nur die Rolle des hysterisch kreischenden Heimchens. Da wirkte das Brangelina-Vehikel «Mr. and Mrs. Smith» wesentlich emanzipierter.
So ist «Killers» weder Fisch noch Vogel: Für eine Komödie ist der Streifen zu wenig lustig, um als (guter) Action-Film durchzugehen, fehlt dem Film die nötige Seriosität und für einen Liebesfilm fehlt schlicht die Romantik. So bleibt unter dem Strich nur die durchaus schön anzuschauende Optik mit Ferraris, explodierenden Hubschraubern sowie den makellosen Körpern von Heigl und Kutcher. Für einen kompletten Film ist das allerdings zu wenig. [Marius Gartmann]
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