Et si on vivait tous ensemble?
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Filmkritik

Rüstige Rentner

Alternative Wohnformen im Alter, die zweite. Während die Briten um Judi Dench und Maggie Smith eben erst in The Best Exotic Marigold Hotel eincheckten, um ihren Lebensabend in Indien zu verbringen, gehen die Franzosen es in Et si on vivait tous ensemble? ein wenig pragmatischer, aber kaum weniger charmant an.

Der Titel ist Programm in dieser bittersüßen Komödie von Stéphane Robelin, der selbst noch einige Jahre vom Rentenalter entfernt ist. Claudes (Claude Rich) Gesundheit ist es, die erstmals besagte Frage aufbringt. Im Bett mit den Frauen läuft's noch ganz gut, aber weil sein Herz nicht mehr alles mitmacht, will ihn sein Sohn eilfertig ins Heim abschieben.

Das wissen seine Freunde zu verhindern, zumal auch Jeanne (Jane Fonda) eine WG sehr entgegen käme. Vom negativen Befund der letzten Krebsuntersuchung hat sie noch Keinem erzählt, aber für ihren Mann Albert (Pierre Richard), dessen beginnende Demenz sich nicht länger übersehen lässt, wäre dort in jedem Fall gesorgt. Und Annie (Geraldine Chaplin) und Jean (Guy Bedos), die zwar keine gesundheitlichen, aber dafür ein paar eheliche Kommunikations-Sorgen haben, stellen tatsächlich gerne ihr komfortables Haus mit Garten am Pariser Stadtrand zur Verfügung.

Verglichen mit The Best Exotic Marigold Hotel wird in Et si on vivait tous ensemble? der Realismus deutlich größer geschrieben. Dass die Protagonisten auf die Idee kommen, das Wohnen im Ruhestand selbst und gemeinsam in die Hand zu nehmen, wird nicht holterdiepolter, sondern nachvollziehbar motiviert. Wozu auch die Tatsache beiträgt, dass es sich um einen seit langen Jahren bestehenden Freundeskreis (inkl. einiger zu Tage kommender amouröser Geheimnisse aus der Vergangenheit) handelt. Selbst der Nebenplot um einen jungen Mann - in diesem Fall Daniel Brühl als Hunde- und Seniorensitter - fügt sich dramaturgisch ein wenig stimmiger ein als bei der filmischen Konkurrenz aus England.

Gleichzeitig lässt sich allerdings auch feststellen: was Tempo, Witz und Rührfaktor angeht, hinkt Robelin (der auch das Drehbuch schrieb) mit seinem weniger pointierten Ansatz im direkten Vergleich ein wenig hinterher. Besonders tragisch ist das allerdings nicht, kann er sich doch auf ein nicht nur hochkarätiges, sondern vor allem ungewöhnlich zusammengestelltes Ensemble verlassen. Oscar-Gewinnerin Fonda, Ikonen-Tochter Chaplin und Komiker-Legende Richard sind gemeinsam vor der Kamera kein bisschen weniger sehenswert als ihre britischen Kollegen.

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Mein Kommentar
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4 Kommentare
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Maj

Gute Unterhaltung, lustig und warmherzig
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milady

Schöner, lustiger und zugleich einfühlsamer Film über die Probleme, die das alt Werden mit sich bringt
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reto.umhang

der film ist ganz ok. zum teil lustig und manchmal.... naja. hatte mich teils amüdiert, würde ihn aber kein 2tes mal schauen
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Selina

Schöner Film. Mir waren die zwei weiblichen Darstellerinnen einfach zu mager, das wirkt für mich nicht schön.,

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