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Chloe - Filmkritik

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Brichst du mir das Herz, brech' ich dir die Beine

30

Eifersüchtige Ehefrau engagiert ein Luxus-Callgirl, um die Treue ihres Gatten zu testen: stark besetztes erotisches Thriller-Drama von Regisseur Atom Egoyan, das mehr verhandelt als die grossen Fragen nach Treue und Moral.

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Szenen einer Ehe: «Fandest du die Kellnerin sexy?», fragt Catherine (Julianne Moore) ihren Gatten David (Liam Neeson), als sie nach einem gemeinsamen Dinner auf dem Weg nach Hause im Auto sitzen. Die Stimmung ist angespannt. «Welche?», bügelt er die Fangfrage ironisch ab. «Die, mit der du geflirtet hast.» Für den charmanten 50-Jährigen nicht unbedingt ein Affront, aber dennoch eine lästige Angelegenheit: «Hör auf damit, ich wollte nur freundlich zu ihr sein.» Das Gespräch verstummt, das Problem wird erst einmal totgeschwiegen.

Atom Egoyans erotischer Thriller ist ein Film über die Mechanismen von Treue, Vertrauen und Misstrauen, aber auch gleichzeitig der Versuch, den Gegensatz zwischen materiellem Wohlstand und der Zerbrechlichkeit der Liebe darzustellen. Die Umsetzung ist sehr, nun ja, «amerikanisch»: David und Catherine fahren teure Autos und bewohnen in der Vorstadt ein vornehmes Haus im kühlen Bauhaus-Stil. Sie arbeitet als Frauenärztin, er ist beliebter Uni-Professor. Vielleicht ein bisschen zu beliebt, denn die Sympathie, die ihm von weiblichen Studenten zufliegt, ruft die Ehegattin auf den Plan. Um herauszufinden, ob ihr Mann tatsächlich ein untreuer Schuft ist, setzt sie die lolitahafte Prostituierte Chloe (Amanda Seyfried) auf ihn an.

Das sexuelle Verwirrspiel lenkt in Wahrheit vom eigentlichen Thema des Films ab, nämlich der Charakterisierung einer Frau Ende 40, die sich grundlegende Fragen stellt: Bin ich für meinen Mann noch sexy? Wie gehe ich mit der drohend wartenden Menopause um? Wie schaffe ich es, die Beziehung zu meinem Teenager-Sohn aufrecht zu erhalten, der zum ersten Mal in seinem Leben Liebe, Sex und Zärtlichkeit entdeckt?

Juliane Moore, die bereits in «Savage Grace» eine ganz ähnliche Frau am Rande des Nervenzusammenbruchs spielte, gelingt es auch hier, ihrer Figur die Mischung zwischen Verzweiflung, Angst und sexueller Besessenheit einzuverleiben. Amanda Seyfried ist nicht nur kongeniale Partnerin, sondern auch subtiler Vamp, der frei von Rollenklischees á la «Basic Instinct» ist. Atom Egoyan verbündet die beiden Frauen zunächst und macht sie schließlich zu Gegnerinnen, die dem Film zwar einen interessanten Twist geben, aber dennoch einem erstaunlich unbeeindruckenden und konventionellem Finale geopfert werden. [David Siems]

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m&m's Christian: Bis auf die schönen Nacktszenen der beiden Hauptda...
m&m's Patrick: Ein leiser Erotic-Thriller mit guten Darsteller pl...
m&m's anabah: Ich fand den Film mittelmässig. Von der Thematik h...
m&m's Alain: Ich habe leider schon Natalie gesehen; deswegen ka...
m&m's Arschguzi: Gut gespielter, mittelmaessiger Film. Hat man ihn ...