Login anzeigen

Das meinen die User

m&m's

2.92 m&m's | 148 User

Alle Kommentare (56) m&m's Movie Charts

member img

DrGonzo

Zürich

26 User haben ihre Watchlist nicht freigegeben.

Watchlist-Charts

Brüno - Filmkritik

Auf Watchlist setzen

27

User

Land (Jahr): USA (2009)
Genre:Comedy
Filmlänge:83min
Regie:Larry Charles
Kinostart:08.07.2009
 22.07.2009 (Romandie)
 23.10.2009 (Tessin)

mehr +

Jetzt DVD bestellen
 

Gaga und Gloria

40

Wer dachte, ärger als in «Borat» kann es Sacha Baron Cohen nicht mehr treiben, sieht sich getäuscht. Mit «Brüno» kommt der Beweis in die Kinos, dass man die Kampfzone locker ausweiten kann. Zum Beispiel, indem man als schwuler österreichischer Fashionista wahnsinnig berühmt zu werden versucht.

Bildgalerie

Früher nannte man Actionkomödien Filme, in welchen Eddie Murphy, Bruce Willis oder Will Smith mit Pump-Action und losem Mundwerk auf Verbrecherjagd gingen und mit einem coolen Witz auf den Lippen Autos und Gangster platt machten. Dann kam der Reality-Overdrive mit «Jackass», und bereits Cohens letzter Film «Borat» bewies: Murphy %26 Co. sind von gestern.

Mit «Brüno» geht der Brite nun noch einen Schritt weiter. Sacha Baron Cohen lässt sich von einem kleinen mobilen Filmteam begleiten, das einfängt, was der als superschwuler österreichischer Modejournalist Brüno getarnte Comedian in der realen Welt an Reaktionen provoziert. Für die Action besorgt ist eine breite Palette hyperrealer Knallköpfe, pfostendummer Fanatikern, strunzblöder Fashionistas und liberaler Schleimscheisser, die dem schwulen Kleiderständer Brüno nicht, wie er sich das immer wieder wünscht, an den «Kugelsack», sondern an die Gurgel wollen.

«Brüno», das ist Satire als Extremsport: immer jenseitig, sehr gefährlich, überraschend, äusserst komisch und glänzend kalkuliert obendrein. Die Gagschreiber konnten sich darauf beschränken, sich Situationen auszudenken, in denen oben genannte Knallchargen - die für ihre Auftritte noch nicht einmal Geld bekommen - mit Brüno konfrontiert gleich selbst für die allerbesten Pointen sorgen. Regisseur Larry Charles und seine Truppe konstruierten vorab eine vage Storyline: Brüno verliert nach einem Krawall am Milaneser Laufsteg seine TV-Show. Er beschliesst, nach Los Angeles zu ziehen, um dort richtig berühmt zu werden. Cohen steuerte zu diesem Gerüst die Geschichten bei, die ihm bei den Reisen ins Herz menschlicher Niedertracht widerfahren.

Richtig gefährlich wird es, als Brüno, der eigentlich in Palästina Frieden stiften möchte, ins Versteck eines Chefs der Al-Aqsa-Brigaden gefahren wird, um dort dem Topterroristen Modetipps («die Bärte sollten weg!») zu stecken. War da das Klacken einer Kalaschnikow zu hören? Oder wenn er in einer mit Schwulenhassern gefüllten Arena in Arkansas zum Grauen der Meute T-Shirts mit Aufschriften wie «Mein Arschloch ist nur zum Scheissen da» trägt - und zum finalen Blowjob ansetzt.

Weil sein Team mit der Kamera auch in den unmöglichsten Situationen draufhält und Cohen keinen und keine mit seinen Provokationen verschont, zeigt «Brüno» das breite Zerrbild einer Gesellschaft, die sich zwar unglaublich cool, aufgeklärt und engagiert dünkt, dabei aber ihren Mordtrieb und den Hass gegen alles Andersartige nur schwer im Zaum halten kann. Dies das niederschmetternde Fazit eines furchtbar lustigen Filmes. [Benedikt Eppenberger]

weitersagen

m&m's Isabelle: hihihihi! ich mach mich nass!!! war drei mal im ki...
m&m's Noemi: Wirklich Lustiges habe ich in diesem Film weder ge...
m&m's neneli: Für die Art von Humor habe ich nichts übrig: Degoû...
m&m's Dylan: am anfang lustig und dann wirds langweilig und ric...
m&m's Andreas: ... vor Lachen. Der Film war super Lustig und Prov...