Malawi ist ein kleines Land in Südostafrika. Die ehemalige britische Kolonie ist aufgrund politischer und ökonomischer Planlosigkeit entsprechend korrupt und arm. 14 Prozent der Bevölkerung stirbt an HIV. Das Land wird von unzähligen AIDS-Waisen bevölkert, die als Strassenkinder durch die Slums ziehen oder in einem der zahlreichen Waisenhäuser Unterschlupf gefunden haben. Der Wahlschweizer Wolfgang Panzer rückt die Geschichte eines solchen Kinder-Schicksals in den Mittelpunkt seines musikalischen Roadmovies.
Mit dem Tod seiner Eltern verliert der elfjährige Baba (Sila Bakali) nicht nur seine Familie, sondern auch seine Stimme. Nach einer Irrfahrt durch das Land endet er schliesslich in einem Heim, dessen zynischer Leiter (Gilles Tschudi) ihn an ein lesbisches Paar (Franka Potente und Sabine Schneebeli) aus Europa verkaufen will. Doch Baba büxt aus und lernt auf seiner Flucht Jo (Joseph Pamfo), ein gleichaltriges Flüchtlingskind aus Liberia kennen. Gemeinsam versuchen sie sich mit Strassenmusik und kleinen Gaunereien über Wasser zu halten. Eines Tages entdeckt Ben Michael Mankhamba, der populärste Musiker Malawis, den stummen Baba und dessen verborgenes musikalisches Talent und eröffnet ihm so eine neue Zukunftsperspektive.
Wolfgang Panzer ist der malawischen Kultur seit längerem verbunden. Nicht nur hat er dort die erste nationale Fernsehserie («Mama's Restaurant») produziert, sondern gleich auch noch das erste malawische Kulturzentrum gegründet. Aber kulturelles und soziales Engagement garantieren natürlich noch keinen guten Film. Während einzelne Szenen aus dem Alltag der heimatlosen Kinder durch den schonungslosen, dokumentarischen Charakter zu überzeugen vermögen und die mitreissenden afrikanischen Rhythmen authentisch die vorherrschende Lebensfreude vermitteln, sieht es beim Drehbuch und der Inszenierung leider weniger rosig aus.
Der märchenhafte Plot über die wunderbare Rettung durch die Musik formt sich zur langfädigen und stellenweise recht unmotiviert daherkommenden Erzählung. Zahlreiche Szenen leiden ausserdem an der hölzernen und unfertig anmutenden Inszenierung und wirken dadurch mehr schlecht als recht improvisiert. Auch das nicht eben subtile Schauspiel des ghanaischen Filmstar Joseph Pamfo ist etwas gewohnheitsbedürftig. Alles in allem entspricht «Baba's Song» einem gut gemeinten, stellenweise leider allzu unausgegorenes Buddy-Roadmovie.
Afrika-Music!. Ein sehr schöner Film über das Leben von Afrika und dessen Musik, leider geht die Story von Babas Song teilweisse zu langsam vorwärts. Franka Potente und Sabina Schneebeli spielen ihre...
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