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Land (Jahr): Deutschland (2009)
Genre:Drama, Romance
Filmlänge:119min
Regie:Maren Ade
Kinostart:02.07.2009
 14.07.2010 (Romandie)
Drehbuch:Maren Ade

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Generation Orientierungslos

40

Eine hochkonzentrierte, punktgenau inszenierte und wunderbar subtile Beziehungsstudie eines jungen Paares auf der Suche nach dem gemeinsamen Selbst legt Maren Ade mit ihrem zweiten Langspielfilm vor.

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Bereits in ihrem Leinwanderstling «Der Wald vor lauter Bäumen» bewies Maren Ade eine bemerkenswert eigene, die Inszenierung hinter fast dokumentarisch anmutender Authentizität geschickt verbergende Handschrift - und ein feines Gespür für die todtraurige Komik in den Geschichten selbstverschuldet Scheiternder. Diesmal durchmisst die dialoggewaltige Tour de Force der Adeschen Charakterstudien das Liebesleben eines studierten deutschen Durchschnittpärchens, das - auch hier ganz Prototyp - auf keinen Fall so sein will wie die Anderen.

Im sonnendurchfluteten Beziehungslaboratorium des elterlichen Ferienhauses: Chris, angehender Architekt, und Gitti, die in der Musikbranche jobbt. In der Isolation sardischer Urlaubsidylle ringen sie beständig zwischen Harmonie und Eskalation schwankend um all das, was ihrer Meinung das perfekte moderne Paarleben ausmacht. Sie haben tollen Sex und wilden Streit, versuchen tiefe Gespräche und offene Rollenmodelle und sie haben in einer belebten Ingwerwurzel den extravagantesten Paartherapeuten der Filmgeschichte.

Nun richten Menschen aber bei aller proklamierten Einzigartigkeit ihr Ich gerne an Anderen aus und dementsprechend gerät das fragile Paargefüge aus der Balance, als die beiden auf «die Anderen» treffen in Form von Erfolgsmensch Hans, einem betont jovialen Architektenkollegen von Chris und seiner schwangeren Freundin Sana, die ihren Liebsten trotz eigener Modedesignkarriere offen anhimmelt. Während sich Chris - von einer verlorenen Ausschreibung frustriert und sich Energiebündel Gitti latent unterlegen fühlend - im Machismo à la Hans zunehmend wohl fühlt, versucht Gitti vergeblich, sich und ihm in der traditionelleren Frauenrolle zu gefallen.

Die kindlichen Spiele der beiden kippen und legen immer brutalere Unterströmungen frei, echte Gefühle ersticken im generationstypischen, zwanghaft ironischen Umgang damit. Der dramaturgische Höhepunkt liegt ausgerechnet in einem Grönemeyer-Song, in dem etwas ausgedrückt wird, das die Figuren selbst einander nur unausgesprochen mitteilen können - ein unerwarteter und bezaubernd wahrhaftiger Kinomoment. Ebenso unverwechselbar einigartig wie Gittis letzter Versuch, einen Ausweg zu finden aus diesem diffusen Strudel von Gesprächen, in denen längst alles gesagt ist und wortlosen Machtkämpfen.

Allein für diese beiden Szenen lohnt der Kinobesuch, auch wenn sich leicht noch unzählige andere Bilder anführen ließen, die all das leisten, was nur großes Kino kann: Zum Lachen und zum Weinen bringen, mitfühlen und nachdenken machen, fremdeln und identifizieren lassen. [Kyra Scheurer]

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m&m's Max: Wieder einmal mehr beweist der schwermütige deutsc...
m&m's Sven: habe ich mich auch aufgeregt über die Figuren. Abe...
m&m's Rita: Ich freute mich richtig auf diesen Film, versprach...
m&m's daniluedi: Absolut sehenswert: spannende Dialoge und lebensna...