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The Other Boleyn Girl - Filmkritik

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Aka Titel:Die Schwester der Königin
Land (Jahr): Grossbritannien (2008)
Genre:Drama, Romance
Filmlänge:105min
Regie:Justin Chadwick
Kinostart:06.03.2008
 16.04.2008 (Romandie)
 13.06.2008 (Tessin)

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Bettspiele am englischen Königshof

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Wie ertragreich die britische Geschichte doch für das Kino ist: Nachdem sich Shekhar Kapur in «Elizabeth: The Golden Age» schon zum zweiten Mal der Virgin Queen zugewandt hat, widmet sich nun Justin Chadwick in «The Other Boleyn Girl» sozusagen der Vorgeschichte. Die Mutter von Elizabeth I. und ihre Schwester buhlen um das Herz des Königs.

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Die Schwestern Anne (Natalie Portman) und Mary Boleyn (Scarlett Johansson) wachsen im idyllischen Dörfchen Rochford auf. Doch ihr Vater (Mark Rylance) und dessen Schwager, der Duke of Norfolk (David Morrissey), beabsichtigen durch geschickte Vermählungen den Einfluss und Reichtum der Familie zu stärken. Weit entfernt braut sich ein Unwetter über dem Königreich zusammen. König Henry VIII. (Eric Bana) erwartet von seiner Gattin Katharine of Aragon (Ana Torrent) endlich einen männlichen Nachfolger. Doch der ersehnte Junge stirbt bei der Geburt.

Am Tag als Mary ihre Hochzeit feiert, erfahren die Boleyns, dass ihnen Henry VIII. einen Besuch abstatten wird. Anne erhält den Auftrag, die Aufmerksamkeit und Gunst des Königs zu erlangen. Als der König den Landsitz der Boleyns besucht, verletzt ihn allerdings die ungestüme Anne in seiner Ehre. Danach hat er nur noch Augen für Mary. Sie soll mit ihrem Mann nach London ziehen. Der König lässt die junge Frau unmissverständlich wissen, dass er von ihr körperliche Befriedigung erwartet. Doch Henry ist auch charmant, und so verliebt sich die jüngere Schwester in den König. Als sie schwanger wird, kühlt sich die Beziehung jedoch wieder ab. Anne wird als Aufpasserin zwischen die Fronten geschickt.

So oder ähnlich haben sich die Ereignisse zugetragen. Die Schriftstellerin Philippa Gregory hat aus den Eckdaten ein einfühlsames Drama über die Rolle der Frau in der patriarchalischen Gesellschaft geschaffen. Dieser Roman ist nun vor allem bezüglich Ausstattung opulent auf die Leinwand umgesetzt worden. Die Stärken der Inszenierung liegen dann auch vor allem bei den Kostümen von Sandy Powell, die für «The Aviator» und «Shakespeare in Love» Oscars gewonnen hat.

Fernsehregisseur Justin Chadwick nähert sich den Figuren mit einer gesunden Distanz. In vielen Einstellungen lässt er die Figuren hinter Absperrungen auftauchen oder trennt einen Teil der Leinwand durch Konstruktionen im Vordergrund ab. Dadurch entsteht auch eine Atmosphäre der Bespitzelung, die durchaus angebracht ist. Am Hof von Henry VIII. war niemand vor neugierigen Augen und Ohren sicher.

Die historischen Umstände - von Gregory ausführlich auf über 600 Seiten erzählt - werden von Drehbuchautor Peter Morgan verständlicherweise auf einige nachvollziehbare Szenen reduziert. Doch auch so lässt sich erkennen, wie Frauen zwar missbraucht worden sind, aber gleichzeitig über mehr Macht verfügten, als manchen Männern lieb war. Im Spannungsdreieck zwischen den Liebenden entspinnt sich so ein schnörkellos erzählter Abnützungskampf mit zahlreichen Intrigen und undurchsichtigen Ränkespielen. [Thomas Hunziker]

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m&m's Martin: Ein etwas kruder Kostümschinken mit prominenter, w...
m&m's Melanie: Ich wollte den Film zuerst gar nicht sehen, doch m...
m&m's Matthias: Ein absolut gelungener Film!!! Bringt die Geschich...
m&m's Pamela: Eine Story die wirklich super besetzt ist und alle...
m&m's Michaela: Eine absolut spannende und bewegende Story, der Fi...