Der Elefant nennt sich Horton und ist ein schüchterner, aber charmanter Bewohner des Dschungels von Nool. Eines Tages, als er sich gerade ein Bad gönnt, hört er plötzlich ein Geräusch. Das scheint aus einem kleinen, vorbei schwebenden Staubkorn zu kommen. Existiert darauf etwa ein klitzekleines Lebewesen? Horton versucht Kontakt aufzunehmen. Das gelingt ihm auch tatsächlich. Wie sich herausstellt, befindet sich auf dem Staubkorn eine ganze Stadt, in der die Whos wohnen.
Horton erzählt seinen Freunden im Dschungel von seiner Entdeckung. Das hört jedoch die Kängurumutter überhaupt nicht gerne, denn dadurch könnte die Fantasie der Kinder angeregt werden, was letztlich zu Anarchie führen würde. Während nun also Horton ein sicheres Plätzchen für Whoville sucht, versucht die Kängurumutter, das gefahrvolle Staubkorn zu zerstören. Der Bürgermeister von Whoville bangt derweil um die Sicherheit seiner Mitbürger, insbesondere seiner 96 Töchter und seines Sohnes JoJo.
Nachdem die ebenfalls aus der Feder von Dr. Seuss stammenden Geschichten «How the Grinch Stole Christmas» und «The Cat in the Hat» als trickreiche Realfilme verwirklicht worden sind, haben sich die Produzenten von «Horton Hears a Who!» für die Technik des Animationsfilms entschieden. Das gibt den Filmemachern noch mehr Freiheiten, um die aberwitzige Geschichte möglichst fantasievoll voranzutreiben. Formal haben sich die Regisseure nicht sonderlich streng an die farblich zurückhaltend gestaltete Vorlage des Bilderbuchschöpfers gehalten. Stattdessen haben sie ihrer Kreativität freien Lauf gelassen und tauchen den Dschungel von Nool und Whoville in spektakuläre Farben und Formen.
Inhaltlich ist die Umsetzung der wilden Fantasie hingegen meist sehr nahe an der Quelle. Einerseits wurden die Verse aus der Vorlage übernommen, andererseits ist der respektvolle Umgang mit den Figuren beibehalten worden. Die Handlung ist aber auch durch rasante Einlagen und Anspielungen an Filme («I love the smell of bananas in the morning») und politische Ereignisse («By the end of the decade, we will put a speck on mount Nool») angereichert worden. Die Figuren aus der Fantasie von Dr. Seuss sind schon von Grund auf Geschöpfe von allerhöchster Liebenswürdigkeit. In der Umsetzung der Regisseure Jimmy Hayward und Steve Martino und der Drehbuchautoren Ken Daurio und Cinco Paul beflügeln sie nicht nur die Fantasie, sondern bringen auch die Lachmuskeln in Form.