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DrGonzo

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Changeling - Filmkritik

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Aka Titel:Der fremde Sohn
Land (Jahr): USA (2008)
Genre:Mystery
Filmlänge:140min
Regie:Clint Eastwood
Kinostart:22.01.2009
 12.11.2008 (Romandie)
 14.11.2008 (Tessin)

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Mutter Courage und ihr Kind

40

Von der Schauspielerei will er eben zurückgetreten sein, aber das Filme machen lässt Clint Eastwood noch immer nicht: Die 28. Regiearbeit des Altmeisters ist ein erstaunlich kühl geratenes Mutterdrama mit Angelina Jolie in der Hauptrolle.

Bildgalerie

Als die alleinerziehende Christine Collins (Angelina Jolie) eines Tages von der Arbeit als Telefonistin nach Hause kommt, ist ihr 9-jähriger Sohn Walter spurlos verschwunden. Der Fall sorgt für Aufsehen, und tatsächlich gibt die Polizei von Los Angeles keine Ruhe, bis der Junge gefunden ist. Doch das Kind, das Christine nach einigen Wochen schließlich in die Arme schließen soll, ist nicht Walter - auch wenn er selbst anderes behauptet.

Der ermittelnde Captain Jones (Jeffrey Donovan) nimmt den bestürzten Einwand der zurückhaltenden und bescheidenen Frau allerdings nicht ernst und will den Fall so schnell wie möglich zu den Akten legen. Um den angeschlagenen Ruf der Polizei nicht weiter zu schädigen, wird Christine schließlich sogar in die Psychiatrie gesteckt. In dem Korruption bekämpfenden Prediger Briegleb (John Malkovich - stark wie lange nicht) findet sie aber einen hartnäckigen Unterstützer - und gibt selbst in der größten Verzweiflung die Hoffnung nicht auf, irgendwann den richtigen Sohn wiederzusehen.

Nicht nur inhaltlich, auch stilistisch hat Eastwood wieder einmal einen neuen Ansatz gewählt. Kalt und gräulich schimmernd ist die Farbgebung in «Changeling», zurückgenommen die Bildsprache genau wie die Inszenierung. Anders als in «Million Dollar Baby» oder «Mystic River» brodeln hier weder über noch unter der Oberfläche die Emotionen, ganz wie es dem betäubten Gemütszustand Christines entspricht, aus der nur selten die Wucht des Schmerzes herausbricht. So bewegend dieses Mutterdrama, das sich mit einem zweiten Handlungsstrang über einen Provinzpolizisten und einen Serienmörder zu einer kriminalistischen Sozialstudie verdichtet, auch ist, wirklich berühren tut es kaum.

Dass «Changeling» bei aller Kühle trotzdem fast auf Augenhöhe mit Eastwoods besten Filmen steht, hat andere Gründe. Die exzellente Kostüm- und Ausstattungsarbeit etwa, außerdem die erlesene Kameraarbeit von Tom Stern. Auch die schauspielerischen Leistungen sind sehenswert, nicht zuletzt die von Angelina Jolie. Anders als in Michael Winterbottoms unterschätztem «A Mighty Heart» vergisst man zwar ob ihrer Darstellung nie den Filmstar hinter der Rolle. Doch im Kontext von Eastwoods leicht überhöhter, stilisierter Inszenierung ergibt sich daraus ein reizvoller Aspekt einer Performance, die zu Jolies bisher überzeugendsten gehört. [Patrick Heidmann]

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m&m's Martin E.: Solider Film von Eastwood, sehr gut gespielt von A...
m&m's ebi75: super story-umsetzung, exzellent gespielt, berühre...
m&m's Marcel: Angelina ist erschreckend kalt. Schnitt schwach so...
m&m's Patrick: Dieser Film vergisst man nie und Da es eine wahre ...
m&m's Cornelis: Relistisch, spannend. Einer der beste Filmen welch...