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 Filmkritik
«21»: Bewertung der Redaktion
Glück zwischen Liebe und Spiel

Von 1979 bis zu Beginn dieses Jahrhunderts soll eine Gruppe von Studenten der Elite-Universitäten in Boston mit einem ausgeklügelten System die Casinos ganz legal beim Blackjack geschlagen haben. Nach diesem Vorbild wird im Spielfilm «21» eine Gruppe von MIT-Studenten von ihrem Professor zu Profispielern ausgebildet. Entstanden ist eine nicht ganz ausgereifte, aber leicht verdauliche Hollywood-Fantasie.

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Im Zentrum der fiktiven Handlung steht der 21 Jahre alte Vorzeigestudent Ben (Jim Sturgess), der schon immer von einem Medizinstudium an der Harvard Medical School geträumt hat. Dazu braucht er aber 300'000 Dollar für Studiengebühren und Unterkunft. So schliesst er sich der Gruppe um Professor Mickey Rosa (Kevin Spacey) an. Seine Vorbehalte werden auch durch die hübsche Jill (Kate Bosworth) entkräftet.

Ben ist bei seinem ersten Einsatz noch ziemlich nervös, findet mit der Zeit aber Gefallen an der blendenden Atmosphäre an den Blackjack-Tischen in Las Vegas. Die Gruppe steigert sich in eine Euphorie, ihre Gewinne erregen aber den Verdacht des im Auftrag der Casinos arbeitenden Sicherheitsexperten Cole Williams (Laurence Fishburne). Der wird langsam von elektronischen Systemen aus dem Geschäft gedrängt und hat mit Professor Rosa noch eine alte Rechnung offen.

Was aus dem Film nicht wirklich klar hervorgeht: Das Zählen der Karten wird von den Casinos zwar überhaupt nicht gerne gesehen, ist aber nicht illegal. Daher versuchen Peter Steinfeld und Allan Loeb in ihrem Drehbuch, durch die Figur des unzimperlichen Sicherheitsexperten eine künstliche Gefahr aufzubauen und dadurch Spannung zu erzeugen. Das gelingt ihnen nur beschränkt. Durch diesen Kunstgriff lenken sie vielmehr von den gespannten und spannenden Beziehungen zwischen den Trickspielern ab.

Obschon die Drehbuchautoren möglichst viele falsche Fährten legen, ist die Handlung ziemlich durchschaubar. So ist es sehr verdächtig, dass die klugen Spieler für einen entscheidenden Einsatz ausgerechnet in das Casino zurückkehren, in dem ihr Kontrahent Williams für die Sicherheit besorgt ist. Auch das Geldversteck von Ben ist geradezu vorherbestimmt, ausgeraubt zu werden. Ben lässt sich zudem sehr leicht von der Konsumsucht seiner Kollegen anstecken. Die Liste von Ungereimtheiten liesse sich beliebig erweitern.

Regisseur Robert LuketicLegally Blonde») gelingt es aber trotz diversen Widersprüchen im Drehbuch, ein kurzweiliges und über weite Strecken schillerndes Drama zu formen, in dem er alle möglichen Genres von Thriller über Komödie bis Romanze zusammen mischt. «21» kommt zwar nicht an die clevere Verspieltheit der «Ocean's»-Trilogie von Steven Soderbergh heran, dürfte aber dennoch - auch ohne grosse Stars - für ein breites Publikum geniessbar sein oder sogar bevorzugt werden. [Thomas Hunziker]


 Eure Kommentare

Valeria: Grossartiges Meisterwerk
Jade: Man wünscht sich es auch lernen zu können...
Matthias: Sehr sehenswert!!!
Manuel: Gute Verfilmung über eine wahre Story. Noch ein paar Spannende ...
Tuvok: Was alle nicht wissen, sie geraten unter das Beobachtungsauge von...
Tuvok: Ja was für eine Story die das Leben schreibt. Eigentlich war vor ...

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 Abspann
Originaltitel: 21
Filmlänge: 123min
Land (Jahr): USA (2008)
Genre: Drama
Besetzung: Jim Sturgess, Kevin Spacey, Kate Bosworth, Aaron Yoo, Liza Lapira, Jacob Pitts, Laurence Fishburne, Jack McGee, Josh Gad, Sam Golzari, Helen Carey, Jack Gilpin, Donna Lows, Butch Williams, Jeffrey Ma, Frank Patton, Steven Richard Vezina, Chaska T. Werner, Kyle Morris, Frank DeAngelo, Marcus Weiss, Anthony DiMaria, Christopher Michael Holley, Scott Clark Beringer, Terasa Livingstone, Jeffrey J. Dashnaw, Colin Angle, Supriya Chakrabarti, Bradley Thoennes, Alice Lo, Sally Livingstone, Henry Houh, Frank Chen, Spencer Garrett, Celeste Oliva, Tom McGowan, Ruby Hondros, Christian Mello, Gregory Seymore, Jessi Shuttleworth, Christopher Tranchina, Kris Williams, Sean Paul Cormier, Seba Johnson, Lyralen Kaye, Ernell Manabat, Alexandra McDougall, Billy Silvia
Regie: Robert Luketic
Drehbuch: Peter Steinfeld, Allan Loeb, Ben Mezrich
Kamera: Russell Carpenter
Produktion: Dana Brunetti, Michael De Luca, Kevin Spacey, William S. Beasley, Ryan Kavanaugh, Brett Ratner
Verleih: Walt Disney Studios Motion Pictures Switzerland
Produktionsfirma: Michael De Luca Productions, Relativity Media, Trigger Street Productions
Startdatum: 05.06.2008 (Deutschschweiz)
04.06.2008 (Romandie)



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