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Der Konjunktiv von Liebe

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Neun Männer, neun Frauen, neunmal fünf Minuten. Im Schnelldurchgang versuchen Singles im Supermarkt der Gefühle einzukaufen. Das ist nicht nur witzig, sondern oft erstaunlich ernst - ein bemerkenswerter Spielfilmerstling.

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Falk (Christian Pfeil) sucht die Liebe. Die einzig wahre Liebe. Darum ist er hier, in einem kargen Raum, eine grosse Stoppuhr im Blick. Ihm gegenüber sitzt eine Frau, fünf Minuten lang, dann steht er auf, setzt sich zu einem neuen Vis-à-vis, neun Frauen lang. Am Schluss, das ist das Ziel, kreuzt er eine Frau an, die ihrerseits seine Nummer will, und beide sind gemeinsam glücklich bis ans Ende ihrer Tage.

Speed-Dating heisst diese moderne Art der Partnersuche, und es ist beileibe nicht eine Erfindung eines gewitzten Filmemachers, sondern aus dem Leben von Grossstadtsingles gegriffen. München, diese «Scheissstadt», sei ein «verdammtes Verhütungsmittel», schreit Isabella (Katharina Schubert) auf die Frage, ob sie denn Kinder möchte, in die Runde. München kann natürlich auch für Zürich stehen oder Tokio, wo Selbstverwirklichung und Lifestyle so in den Vordergrund gerückt sind, dass es viele nicht mehr schaffen, sich einem Menschen bis zur Verbindlichkeit zu öffnen. Dass Liebe da ist, in Grossbuchstaben, und nicht ein One-Night-Stand, nicht eine Affäre, nicht eine Schweigebeziehung. Wenn der erste angenehme Körperkontakt im nicht mehr ganz so neuen Jahrhundert eine medizinische Massage ist, wenn zur Kontaktaufnahme im Supermarkt ohne Empfang ein Telefongespräch vorgetäuscht wird, wenn die vermeintlich neue Freundin allergisch auf Umarmungen reagiert und ein Taxi ruft: Was tun? Im Speed-Dating treffen sich aber nicht nur Romantiker, auch schnelle Nummern werden getauscht. Oder gar keine: Nicht jeder wird am Ende eine Telefonnummer freigeschaltet bekommen. Und manchmal schlägt der Liebesblitz gar einseitig ein.

«Shoppen» lebt von den ausnahmslos wunderbaren (Theater-)Schauspielern und von einem durchdachten Drehbuch mit viel Drive. In seinem Spielfilmerstling schafft der Autodidakt Ralf Westhoff den Seilakt zwischen Komik und Ernst. Schnelle, pointierte Dialoge und bei 18 Figuren zwangsläufig grob skizzierte (aber erstaunlich komplexe) Lebenshintergründe verbergen nie die Trauer, die so viele der Singles (manchmal tief verborgen) in sich tragen. Am Ende schimmert bei einigen Hoffnung am Horizont, und vielleicht lassen sich die einen oder anderen fallen in dieses Risiko: Beziehung. [Flavia Giorgetta]

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m&m's Roger: Weil man reden können muss, um die große Liebe zu ...
m&m's Bernd: Der Film hört zu früh auf. Im Grunde ist er Stoff...
m&m's Ralf: ... ist es aber nicht. Diese Fanta4-Zitat könnte ...
m&m's Tuvok: Meinung, Infos, Inhalt usw. Sie zieht ihn aus u...
m&m's Michele: ich war fasziniert.....