| Keine(r) zu klein, ein Gewinner zu sein |
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Das Regiedebüt von Jonathan Dayton und Valerie Faris ist eine erzlustige Roadmovie-Komödie, die mit Biss Schönheitswahn und Gewinnermentalität der heutigen Zeit auf die Schippe nimmt.
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Wir leben in einer verrückten Zeit. Glauben uns nicht nur unseres Glückes eigener Schmied, sondern auch, dass jeder jederzeit alles erreichen kann. Und königinnenschön, ja, das sind wir alle auch: Kein Dorf, keine Stadt, kein Land: das nicht seine Miss-Wahlen durchführt und am Schluss dann erküren wir die Schönsten der Welt oder gar des ganzen Universums: Toller Wahn der Eitelkeiten! Permanent unterstützt, gefördert, evoziert von Werbung und Medien, nachgerade das Kino tischt und nonstop völlig unglaubliche Schönheits- und Erfolgsmärchen auf.
Nicht so nun aber - und das mag den grossen Erfolg, den dieses kleine Independent-Movie in seiner Heimat feierte, erklären - «Little Miss Sunshine» von Jonathan Dayton und Valerie Faris. Im Zentrum steht die 7-jährige, pummelige Brillenträgerin Olive: alles andere als ein Mädchen, das man an Schönheitswettbewerbe schickt. Doch Olive ist die Tochter des krankhaft optimistischen «Motivationstrainers» Richard (Greg Kinnear) und felsenfest überzeugt, dass, was immer sie will, sie auch erreichen kann. Und für den Fall, dass sie vielleicht doch irgendwann einsteckt, statt siegt, hat ihr der Opa (Alan Arkin) eingetrichtert, dass «wahre Verlierer nicht diejenigen sind, die nicht gewinnen, sondern diejenigen, die vor dem Nicht-Gewinnen so viel Angst haben, dass sie es nicht einmal versuchen».
Tatsächlich schafft es Olive dank der Disqualifikation der lokalen Gewinnerin in die in Kalifornien stattfindenden Regionalwahlen. Allerdings bleiben ihr vom Moment dieser Mittelung bis zu den Wahlen bloss zwei Tage, um von New Mexico nach Kalifornien zu gelangen. Und weil die Finanzen der Familie so knapp sind, dass es für einen Flug nicht reicht, die Mutter Olives 15-jährigen Bruder nicht mit dem heroinsüchtigen Grossvater und Suizid gefährdeten Onkel alleine zu Hause lassen will, sitzt schliesslich die ganze Familie Hoover in Papas altem VW-Bus.
Dass es auf der nun folgenden Reise drunter und drüber geht, versteht sich: Mit Witz und viel Wissen um alles Humane, erzählen Dayton und Faris in «Little Miss Sunshine» wie eine auf Erfolg programmierte Familie sich im Laufe zweier Tage - nicht ohne Schmerzen, nicht ohne Streit, nicht ohne Verluste - von ihren irrwitzigen Ideen und unerfüllbaren Wünschen verabschiedet. Erzlustig ist «Little Miss Sunshine» und wohltuend ernüchternd. Eine lustvoll mit Schönheitswahn und Gewinner-Mentalität abrechnende Komödie, die in der Hauptrolle mit Abigail Breslin eine herrlich unverdorbene junge Darstellerin vorstellt, der mit stürmischer Spontaneität und unverdrossener Herzlichkeit das Publikum im Nu erobert. [Irene Genhart]
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Andy:
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Stephan:
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Paola:
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G.:
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Romina:
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Tuvok:
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| Originaltitel: |
Little Miss Sunshine |
| Filmlänge: |
101min |
| Land (Jahr): |
USA (2006) |
| Genre: |
Komödie, Drama |
| Besetzung: |
Steve Carell, Toni Collette, Greg Kinnear, Alissa Anderegg, Alan Arkin, Cassandra Ashe, Abigail Breslin, Paul Dano, Erik David, Jerry Giles, Beth Grant, Grant Hayes, Ksenia Jarova, Lindsey Jordan, Mark Kubr, Chuck Loring, Julio Oscar Mechoso, Geoff Meed, Robert O'Connor, Steven Christopher Parker, Jennessa Rose, Julianna Rose, Joan Scheckel, Justin Shilton, Lauren Shiohama, Matt Winston |
| Regie: |
Jonathan Dayton, Valerie Faris |
| Drehbuch: |
Michael Arndt |
| Kamera: |
Tim Suhrstedt |
| Produktion: |
Albert Berger, David T. Friendly, Peter Saraf, Marc Turtletaub, Ron Yerxa, Michael Beugg, Jeb Brody, Bart Lipton |
| Verleih: |
20th Century Fox Film Corporation |
| Produktionsfirma: |
Big Beach Films, Third Gear Productions LLC, Deep River Productions, Bona Fide Productions |
| Startdatum: |
31.08.2006 (Deutschschweiz) 06.09.2006 (Romandie) |
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