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«The Village» nimmt den Zuschauer mit in ein kleines Dorf, in dem das Leben noch in Ordnung scheint. Wenn da nur nicht die unheimlichen Kreaturen wären, die in den umgebenden Wäldern lauern.
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Mit seinen Filmen «The Sixth Sense» (1999) und «Unbreakable» (2000) empfahl sich M. Night Shyamalan als Meister des Plot-Twist. Derart eindrücklich waren die unerwarteten Wendungen der beiden Geschichten, dass man Shyamalan daran zu messen begann, welche Überraschungen er dem Zuschauer im letzten Akt bereithielt. Schon beim nächsten Film wurden diese Ansprüche enttäuscht: «Signs» (2002) begann ebenso spannend wie die beiden Vorgänger und teilte deren stillen Schrecken - nur auf ein überraschendes Ende wartete man vergebens.
Aber Shyamalans Filme sind mehr als einfache Verblüffungs-Maschinen. Der Regisseur hat eine präzise Vorstellung davon, welche Bilder seine Geschichten brauchen. Matte Farben verliehen «The Sitxth Sense» seine melancholische Grundstimmung, an Comics angelehnte, fast kontemplative Einstellungen illustrierten die Selbstfindung des Superhelden in «Unbreakable». Für «The Village» wählten Shyamalan und sein Kameramann Roger Deakins nun eine naturalistische Bildsprache und packen bei Bedarf auch einmal die Wackelkamera aus.
Wir sehen ein kleines Dorf, angelegt als eine geschlossene Gesellschaft, umgeben von Wald. Die Häuser sind altmodische Holzbauten, es gibt keine Autos, keine Fernseher, keine Handyantennen - ein Trip zurück ins 19. Jahrhundert. Bereits nach wenigen Einstellungen wird klar, dass die Idylle trügt. Wachttürme stehen an allen Ecken des Dorfes, in der Nacht brennen Feuer, und Angst steht in die Gesichter der Menschen geschrieben. In den Wäldern leben monströse Kreaturen mit grossen Klauen und scharfen Zähnen, von denen die Dorfbewohner nur als «Die, die wir nicht erwähnen» sprechen.
Joaquin Phoenix spielt Lucius Hunt, einen typischen Shyamalan-Helden: Wortkarg bis zum Autismus und still leidend. Lucius will die Wälder durchqueren, doch schon ein kurzer Ausflug über die Demarkationslinie bringt die Kreaturen gegen die Dorfbewohner auf. «Wir gehen nicht in ihren Wald, sie kommen nicht in unser Dorf» hält der der Dorfälteste Edward Walker (William Hurt) die Übereinkunft mit den Kreaturen fest - und scheint damit ganz zufrieden zu sein.
Doch «The Village» wird nicht nur von Monstern bedroht. Das kleine Dorf trägt auch schwer an einer Last, die ihm der Regisseur aufbürdet. Shyamalans Drehbuch strukturiert den Film vornehmlich entlang der Hoffnung auf ein möglichst originelles Ende. Und tatsächlich wird am Schluss vieles aufgedeckt, über die Kreaturen im Wald, über das Dorf, seine Bewohner und die Geheimnisse, die sie haben. Nur muss ein rechter Simpel sein, wer die Wahrheit nicht schon längst gewusst oder zumindest geahnt hat. Wer nur ins Kino kommt, um nach gut 100 Minuten eine ordentliche Überraschung zu erleben, wird enttäuscht. Alle anderen tun gut daran, den Film wegen seiner atmosphärischen Dichte und den hervorragenden Darstellern zu geniessen. [Jürg Tschirren]
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Rico:
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Kristof:
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Hawar:
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Christoph:
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Anonym:
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Alessandra & Oliver:
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| Originaltitel: |
The Village |
| Filmlänge: |
108min |
| Land (Jahr): |
USA (2004) |
| Genre: |
Horror, Thriller |
| Besetzung: |
Joaquin Phoenix, Bryce Howard, William Hurt, Sigourney Weaver, Adrien Brody, Judy Greer, Jayne Atkinson, Lee Burkett, Jordan Burt, Robert Randolph Caton, Frank Collison, Jesse Eisenberg, Sean Andrew Fash, Aaron Fiore, Mary Fogarty, David Foster, Brendan Gleeson, Cherry Jones, Fran Kranz, Terry Notary, Michael Pitt, Joanna Reiner, Liz Stauber, Celia Weston |
| Regie: |
M. Night Shyamalan |
| Drehbuch: |
M. Night Shyamalan |
| Verleih: |
Walt Disney Studios Motion Pictures Switzerland |
| Startdatum: |
02.09.2004 (Deutschschweiz) 01.09.2004 (Romandie) |
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