Alfie
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Filmkritik

Elegante Leere

Dass man sich als Englishman in New York nicht wie ein Alien vorkommen muss, wie Sting einst sang, beweist Jude Law in «Alfie».

Der lebensfreudige Single Alfie hat sich den Big Apple zu seinem Jagdrevier erkoren und hangelt sich munter von einer Affäre zur nächsten. «Bloss keine Verpflichtungen eingehen» lautet sein Motto - sobald ihm eines seiner schönen Opfer zu nahe kommt, macht er sich schon wieder auf die Socken.

Dass sich solch unmoralisches und gewissenloses Verhalten nicht auszahlt - nicht auszahlen darf -, versteht sich von selbst. Alfie verletzt alle Menschen, die ihm nahestehen, auch jene Frauen, die ihn tatsächlich lieben. Und so ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Grossstadt-Casanova schmerzlich am eigenen Leibe erfahren muss, was der Zuschauer schon von Anfang weiss: Nichts wird in Hollywood härter bestraft als ein Verstoss gegen Family Values.

Der Plot von «Alfie» ist also mehr als durchsichtig, und den Zuschauer beschleicht bald einmal die Frage, was dieser Film eigentlich soll, denn die fehlende Spannung wird weder durch Humor noch durch grosse Emotionen ausgeglichen. Alfies Liebesleben plätschert so dahin, ohne dass einen die Ereignisse sonderlich interessieren würden, und wenn der Beau am Ende einsam und von allen Freunden verlassen dasteht, ist man weder gross erschüttert noch erfreut, sondern vor allem gelangweilt.

Wahrscheinlich hat auch Regisseur Charles Shyer gemerkt, dass seinem Film etwas fehlt, und sich deshalb dazu entschlossen, «Alfie» wenigstens visuell aufzumotzen. Dies ist ihm auf jeden Fall gelungen: Ein Reigen betörend schöner Menschen, allen voran natürlich Law, wird auf der Leinwand vorgeführt, präsentiert in erlesen ausgeleuchteten Bildern. Wenn man schon keine Geschichte hat, dann erzählt man diese wenigsten spektakulär: Coole Musik, Splitscreensequenzen und schnell hintereinander geschnittene Schwarzweissphotos fehlen ebensowenig wie das plötzliche Einfrieren des Geschehens zu Standbildern, und Law durchbricht die filmische Illusion immer wieder, indem er sich mitten in einer Szene direkt ans Publikum wendet.

Das ist alles gekonnt gemacht, ändert aber leider nichts an der Tatsache, dass «Alfie» ein blutleerer und ziemlich langweiliger Streifen ist.

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Mein Kommentar
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6 Kommentare
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Silvia

schnarch. als ich den Trailer sah, dachte ich, wow, der wird bestimmt gut sein. doch weit gefehlt, der ist ja total langweilig. nichts gegen Jude Law, ein wirklich guter Schauspieler (Enemy at the gat...
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Andreas

tolle musik. der film war gut, aber die musik war spitze. soundtrack ist zu empfehlen
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Drago

langweiliger, kitschiger, uncharmanter Film.
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Tanya jude law ist soooo süss
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Alf

schafft die Pausen ab. Auch mein Gefühl war bis zur Pause eher durchzogen - aber der 2. Teil bringt das Salz in diese Suppe. Letztendlich habe ich den Film sehr genossen. Ein Grund mehr, dieses mühsam...
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Andreas

gähn..... Ich fand den Film schlecht und einfach langweilig. Muss dazu auch noch erwähnen, habe ihn nur bis zur Pause gesehen und danach das Kino verlassen. Was ist eure Meinung?

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