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Far from Heaven - Filmkritik

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Aka Titel:Dem Himmel so fern
Land (Jahr): USA (2003)
Genre:Drama
Filmlänge:107min
Regie:Todd Haynes
Kinostart:22.05.2003
 12.03.2003 (Romandie)
Verleih:Pathé Films AG
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Die Rekonstruktion des Himmels

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Das neuste Werk von Regisseur Todd Haynes ist ein bittersüsser Wertespiegel der späten Fünfzigerjahre. Und eine Verbeugung vor Douglas Sirk, dem Grossmeister des Hollywood-Melodrams.

Bildgalerie

Cathy Whitaker (Julianne Moore) hat alles, was sich eine moderne Frau nur wünschen kann. Ein tadellos gepflegtes Haus, einen perfekten Ehemann (Dennis Quaid), der ein gutes Auskommen als Werbefachmann hat, zwei nette Kinder, die richtigen Freunde. Genau so könnte der amerikanische Traum aussehen. Doch während das Idyll im vorstädtischen Connecticut in gelbroten Herbstfarben erstrahlt, machen sich auf der glatten Oberfläche Risse bemerkbar: Cathy erwischt ihren Gatten Frank eines Nachts mit einem Liebhaber. Frank sucht daraufhin einen Psychiater (James Rebhorn) auf, der ihn wieder «normal» machen soll. Cathy beginnt ihrerseits eine zärtliche Freundschaft mit dem schwarzen Gärtner Raymond (Dennis Haysbert), eine nach damaligen Masstäben skandalöse Beziehung, die in der Nachbarschaft umgehend böse Zungen in Gang setzt.

Eine Ungehörigkeit sonder Massen? «Far from Heaven» wirft einen entlarvenden Blick hinter die Kulissen der verklemmten Eisenhower-Ära. Wie Douglas Sirks «All That Heaven Allows» (1957) dreht sich der Film von Regisseur Todd Haynes um Tabus, die in einem Klima der sozialen Repression gebrochen werden. In Sirks Film sorgte eine Hausfrau (Jane Wyman) für einen Skandal, weil sie sich in einen Gärtner (Rock Hudson) verliebt, der jünger ist als sie selbst. Die Ähnlichkeit zwischen den beiden Filmen, die bereits im Titel mitschwingt, ist gewollt. Wobei «Far from Heaven» kein eigentliches Remake von «All that Heaven Allows» darstellt, sondern eher ein Konglomerat der Melodramen, die Sirk Mitte und Ende der Fünfzigerjahre abdrehte.

Todd Haynes präsentiert uns eine umwerfende Replik dieser so genannten «women’s pictures». In strahlenden Technicolor-Farben schildert der Film die Befindlichkeiten der oberen Mittelschicht, trifft in den dramatischen Melodien von Elmer Bernstein exakt den Ton der damaligen Soundtracks und liefert in den Kostümen und Kulissen eine Parforceleistung punkto Produktionsdesign ab. Mitunter hat man das Gefühl, selbst die Natur stehe im Dienst des Dekors: In einer Szene wird Moores Schal vom Herbstwind davongetragen und vermengt sich flugs mit den Blättern, ganz so, als hätte der Regisseur diesen poetischen Tanz beabsichtigt.

Seine hyperrealistische Ader stellte Haynes bereits in seiner Glamrock-Oper «Velvet Goldmine» unter Beweis. Der 42-jährige Filmemacher zählt wie die Gebrüder CoenThe Man Who Wasn't There») zu den unabhängigen amerikanischen Filmemachern, die von einer grossen Leidenschaft für das klassische Hollywood beseelt sind. Mit Julianne Moore läuft denn auch eine Ikone des amerikanischen Independent-Films zu schauspielerischer Höchstform auf: Die Aktrice mit dem blassen Teint, die bereits in einer ähnlichen Rolle im oscargekrönten Werk «The Hours» zu überzeugen mochte, versteht es formidabel, die aufgesetzten Posen einer «guten Hausfrau» und die seelische Pein einer im moralischen Korsett ihrer Zeit eingezwängten Frau zu vermitteln.

«Far from Heaven» ist anzurechnen, dass er die wunden Stellen des American Dream offenlegt. Doch sein wirkliches Verdienst ist ein anderes: Der Film verpasst einem im Dämmerzustand versunkenen Genre eine Frischzelleninjektion. Das Melodrama ist tot, lang lebe das Melodrama. [Björn Schäffner]

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m&m's movie world filip: erwachsene kino... klasse farben, klasse story, me...
m&m's Andy: was für ein wunderschönes meisterwerk von tood hay...
m&m's Alexandra: Julianne Moore spielt in "Far from heaven" die tre...