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Aka Titel:Der Sohn der Braut
Land (Jahr): Argentinien, Spanien (2002)
Genre:Comedy
Regie:Juan José Campanella
Kinostart:19.12.2002
Drehbuch:Juan José Campanella
 Fernando Castets
Verleih:Ascot Elite Entertainment Group

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Liebe, Leben, Alzheimer

Juan José Campanella spinnt aus letzten Träumen und schwierigen Neuanfängen eine phantasievolle Komödie. Der argentinische Regisseur erzählt in «El Hijo De La Novia» die Geschichte eines Workaholics, der nach einem Herzinfarkt sein Leben umkrempelt und seinem Vater hilft, den grössten Wunsch dessen alzheimerkranken Frau zu erfüllen.

Bildgalerie

Wenn man mit Phantasie nicht mehr weiter kommt, hilft von Zeit zu Zeit auch Realität. Regisseur Juan José Campanella und sein Co-Autor Fernando Castets hatten sich die Hauptfigur ihres Filmes schon lange ausgedacht %26#65533; ein Mittvierziger, privat gescheitert, beruflich am Anschlag, konstant überarbeitet und kurz vor dem Herzinfarkt. Nur die passende Geschichte dazu wollte sich nicht finden. Campanello und Castets wussten zwar, dass sie ihren Hauptdarsteller - Rafael - nach einem kardiologischen Schuss vor dem Bug sein hektisches Leben umkrempeln und Kurs auf ruhigere Gefilde nehmen lassen. Und sie wussten auch, dass Rafael auf dem Weg dorthin durch die Wirren des Alltags navigieren muss.

Der Protagonist sollte die Altlasten seiner Vergangenheit erst abtragen, bevor er sich auf den Weg in eine gesegnete Zukunft macht. Soviel war klar. Aber die beiden argentinischen Drehbuchautoren hatten keinen blassen Schimmer, wie sie das anstellen sollten. Ihnen fehlte das Drumherum. Die soziale Umgebung, die der Figur zu Glaubwürdigkeit verhilft. Ausgerechnet an diesem Punkt kam ihnen die Realität zur Hilfe. Und zwar in Gestalt von Campanellas Vater. Dieser erzählte seinem Sohn, dass er seiner alzheimerkranken Frau nach Jahrzehnten der Verweigerung ihren grössten Wunsch erfüllen wolle und vorhabe, sie kirchlich zu heiraten. Ein nicht ganz leichtes Unterfangen angesichts der rapide schwindenden Geisteskräfte der bereits etwas angejahrten Braut %26#65533; aber genau die Idee, auf die Camapanella und Castets lange vergeblich gewartet hatten. Kurzerhand verpflanzten sie Rafael in ein Leben mit alzheimerkranker Mutter und heiratswilligem Vater. Vor dem Herzinfarkt egozentrisch und unglücklich, danach auf dem Weg zu einem besseren und ruhigeren Menschen, indem er seinen Eltern bei der Erfüllung des letzten Traums tatkräftig unter die Arme greift. So sollte Rafael sein. Und so ist Rafael auch geworden.

Schauspieler Ricardo Darin spielt Rafael mit einer perfekten Balance aus Impulsivität und Verstocktheit, aus Humor und Tragik. In einer Geschichte, die permanent zwischen überzeichneter Komödie und harter Realität pendelt, sorgt er für die nötigen Zwischentöne. Darin %26#65533; und mit ihm das gesamte Schauspiel-Ensemble %26#65533; stellt sicher, dass einem die Absurdität der Geschichte zum Lachen und ihre Lebensnähe zum Sinnieren einlädt. Die krude Mischung aus Fiktion und Realität spiegelt sich auch im fertigen Film. Nur auf der visuellen und dramaturgischen Ebene wäre der Erzählung etwas mehr Farbe gut zu Gesicht gestanden. Zum einen entwickelt sich der Plot sehr langsam, zum anderen fällt die etwas nüchterne Bildsprache angesichts der spritzigen Dialoge doppelt auf, manchmal auch ab.

[Christian Flückiger]

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m&m's Bettina: Ein grossartiger, ein menschlicher Film....
m&m's Rafael: Wer keine Träne vergiesst, dem ist das Herz eingef...
m&m's Margarita: Dieser Film berührt sehr....
m&m's Urs: Schöne, ruhige Bilder....
m&m's Lukas: Feinfühliges und berührendes Kino!...