Jet Lag
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Filmkritik

Transit zu zweit

Vollprofis unter sich: Die französische Drehbuchkoryphäe Danièle Thompson setzt ein französisches Starduo in Szene. Ein Hollywood-Remake wird es nicht geben - Miramax hat den Film bereits «tel quel» für die USA eingekauft.

Mit «Décalage Horaire» («Zeitverschiebung» - der Originaltitel des Films) und dem daraus resultierenden Jet Lag hat die hübsche Liebesgeschichte rein gar nichts zu tun. Er ist schlicht und einfach attraktiv. Und ebenso klingend sind die Namen der quasi ausschliesslichen Zweierbesetzung des Films.

Die Superstars Juliette Binoche und Jean Reno spielen zwei getriebene Menschenseelen, die im Transit-Niemandsland Flughafen Paris CDG aufeinandertreffen. Die etwas dümmliche, aufgetakelte Kosmetikerin Rose ist auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Ehemann (Sergi Lopez). Während sie auf ihren Flug nach Acapulco wartet, trifft sie auf Félix - ein gehetzter Conveniencefood-Gastronom, der in den USA lebt.

Über verbale Schlagabtausche kommen sich die beiden während ihrer langen Wartezeit im Flughafenareal, obwohl grundverschieden, näher. Die anfänglich anonymen Stereotypen enthüllen allmählich ihr vielschichtiges Inneres und ballern hemmungslos auf die Schwächen ihres Gegenübers.

«Jet Lag» ist ein Beispiel für ehrgeizigste Professionalität. Die aus einer Filmfamilie stammende Danièle Thompson, die auf vier Jahrzehnte Drehbuchschreiben zurückblicken kann (u.a. «La Boum») und ihr Sohn Christopher haben die spritzigen und tiefgründigen Dialoge perfekt abgestimmt. Die Komödien-Novizin Binoche und ihr Filmpartner Reno meistern ihre Aufgabe mit überzeugender Natürlichkeit.

Der routinierte Boxoffice-Konformismus der Thompsons macht allerdings das gesamte letzte Filmdrittel zu einer langwierigen Leidenszeit: Die langersehnte Vereinigung der Liebenden wird mit einem bis zum Schluss andauernden filmischen Glückssuff gefeiert, die letzten Minuten gar noch durch Macy Grays Heuler «I Try» bombastisch untermalt. Das ganze wirkt schliesslich wie ein Spezial-Produkt für ein emotional begriffsstutziges Zielpublikum. Und so weit sind wir nun doch noch nicht.

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Mein Kommentar
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5 Kommentare
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fanya

Kurzweilig.
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Barbara

sensationell, excellente Dialoge, gute Kamera, ohne Action
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Volker M.

Witzige Dialoge, trockener Humor, sprühend
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Melanie

2 super Charakterrollen..
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Selina Toller Film. Dieser Film ist einfach toll!! Super witzig und unterhaltend!! trotzdem hat er auch ein überraschendes Ende

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