All or Nothing
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Frankreich, Grossbritannien 2002
Komödie, Drama
3.4

Mike Leigh, der grosse Poet des Normalen und des Wahrhaftigen, erzählt in seinem neuesten Werk nicht nur von menschlichen Tragödien, sondern auch von der Kraft der Liebe. In diesem Sinne ist seine Sozialstudie vor allem herzzerreissend. In einer baufälligen Hochhaussiedlung im Süden Londons krebsen Taxifahrer Phil (Timothy Spall) und seine Frau Penny, ihre Kinder, Freunde und Nachbarn allesamt am Existenzminimum herum. Perspektiven
gibt es kaum, bis ein Schicksalsschlag die Menschen wieder zusammenbringt. Die Figur von Taxifahrer Phil (hervorragend gespielt von Timothy Spall aus «Secrets and Lies») verkörpert gleichzeitig Misere und Komik und gehört zu den eindrücklichsten und subtilsten Filmcharakteren, die Leigh je geschaffen hat. Zur Filmkritik von Andrea Bleuler

Regie: Mike Leigh

Kinostart: 09.01.2003 (Deutschschweiz) - 27.11.2002 (Romandie)

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Interview Mike Leigh

Mike Leigh gilt als einer der kompromisslosesten britischen Filmemacher. Seine Filme, die zu einem grossen Teil auf Improvisation aufbauen, sind alltagsnahe Sozialdramen, meist in der englischen Arbeiterschicht angesiedelt. Leighs neuster Streifen «All or Nothing» wurde 2002 am Filmfestival in Cannes für die Goldene Palme nominiert.

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