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Das weisse Rauschen - Filmkritik

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Land (Jahr): Deutschland (2001)
Genre:Drama
Filmlänge:109min
Regie:Hans Weingartner
Kinostart:20.03.2003
Drehbuch:Tobias Amann
 Matthias Schellenberg

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Das weisse Rauschen

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In der Physik bezeichnet der Begriff «weisses Rauschen» ein gleichmässiges Gemisch verschiedenster Frequenzen - etwa so tönt der Fernseher nach Sendeschluss. Es gibt Menschen, die aus so einem zufälligen Geräuschteppich Stimmen heraushören, die ihnen Befehle erteilen, Geheimnisse verraten oder den Kontakt zu Verstorbenen herstellen. Lukas gehört zu ihnen. Er ist schizophren.

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Sanft beginnt der erste Kinofilm des jungen Hans Weingartner. Wiese, Wolken und ein paar junge Menschen sind etwas verschwommen zu sehen, eine Stimme mit unnatürlicher Aussprache trägt einen aufgeblasenen Text vor. Doch bevor wir abheben oder einschlafen, ist der Spuk vorbei, und wir begleiten den 19-jährigen Lukas (Daniel Brühl aus «Good Bye, Lenin!») auf seiner Fahrt vom Land in die Stadt. Dort will er bei seiner Schwester Kati (ebenfalls überzeugend: Anabelle Lachatte) und ihrem Freund (Patrick Joswig) ein Zimmer beziehen und plant, ein Studium aufzunehmen.

Anfangs läuft alles ganz nach Plan, doch spätestens beim ersten Date beschleichen uns Zweifel, ob Lukas ganz richtig tickt: Weil er sich beim Blick ins häufig wechselnde Programm eines Studiokinos im Tag geirrt hat, steht er nun mit seiner potentiellen Flamme zu spät und für den falschen Film vor der Kinokasse. Aber Lukas begreift den Fehler nicht. Stattdessen besteht er darauf, den gewünschten Film jetzt zu sehen und redet sich so in Rage, dass die Kassiererin mit der Polizei droht und seine junge Begleiterin Reissaus nimmt. Der Hang des jungen Mannes zum Ausblenden unangenehmer Realität disponiert ihn wohl für den späteren Absturz in die Schizophrenie. Dazu könnten aber auch die offensichtliche Überforderung, sich in Großstadt und Uni selbst zurecht zu finden, und die Drogenexperimente beigetragen haben.

Die Szene an der Kinokasse ist aber nicht nur inhaltlich, sondern auch handwerklich symptomatisch: Sie ist äusserst holprig geschnitten, was selbst bei einem Low-Budget-Film nicht nötig sein sollte. Das digital aufgenommene Bildmaterial ist grobkörnig und die unterlegte Musik etwas zu billig. So passt der Titel gleichermaßen auf den Inhalt des Streifens, den intellektuellen Gehalt und auf seine technische Qualität. Die niedrigen Kosten des digitalen Drehens haben den Regisseur leider auch nicht zur Konzentration gezwungen. Ein Abstecher in die Familiengeschichte beispielsweise wirkt überflüssig, passt schlecht in den lebensstilorientierten Film und macht die Geschichte leider auch nicht plausibler. Aber vielleicht soll die übertriebene Länge von knapp zwei Stunden dazu dienen, das scheinbar zeitlose Lebensgefühl dieser jungen Menschen zu vermitteln, die doch einen beträchtlichen Teil ihrer Zeit im Drogenrausch verbringen.

Immerhin hatte das junge Team angeblich großen Spaß bei der Arbeit, was sich in engagierten Schauspielerleistungen zeigt. Und sich 2001 in der Verleihung des Max Ophüls Preises niedergeschlug. [Eduard Ulrich]

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m&m's Tyler: Dieser Film braucht keine Spezialeffekte, denn er ...
m&m's Jens: Lange habe ich den Film "Das weisse Rauschen" in d...
m&m's Regula: Der Kommentar der Filmkritik beschränkt sich stark...
m&m's Dominik: Daniel Brühl spielt genial mit feinen Untertönen!...