America's Sweethearts - Filmkritik
| Land (Jahr): | USA (2001) |
| Genre: | Comedy, Romance |
| Regie: | Joe Roth |
| Kinostart: | 04.10.2001 |
| 31.10.2001 (Romandie) | |
| Drehbuch: | Billy Crystal |
| Peter Tolan |
Starrummel
Hinter dem Drehbuch steht Billy Crystal, vor der Kamera stehen Catherine Zeta-Jones, John Cusack, Julia Roberts und - wiederum - Billy Crystal. Die Handlung dreht sich um ein Schauspielerpaar, das gemeinsam Erfolge feierte, sich verkracht hat und um der Vermarktung ihres neuen Filmes willen wieder zusammengebracht werden soll. Ein Starvehikel, das sich über Starkult mokiert.
Gwen hat sich einen Latino angelacht und deshalb ihren Mann Eddie (John Cusack) verlassen. Dieser ist darüber untröstlich. Doch das ist nichts verglichen mit dem Entsetzen des Produzenten (Stanley Tucci), der sich um den Erfolg des letzten gemeinsamen Filmes der beiden sorgt. Der ist zwar gedreht, aber noch nicht geschnitten - und der Regisseur (Christopher Walken) weigert sich, die Schnittfassung vor der ersten Pressevorführung zu zeigen. So wird der PR-Profi Lee (Billy Crystal) angeheuert, um die Presse mit allen Mitteln vom Film abzulenken, notfalls, indem er das Schauspielerpaar wieder zusammenbringt - wozu er Kiki, Gwens Schwester und Assistentin (gespielt von Julia Roberts) einspannt.
Witzige Dialoge
Billy Crystal hat sich zuallererst einen Namen als Stand-Up-Comedian gemacht und so das Metier der witzigen Dialoge von Grund auf gelernt. Das macht sich in der ganzen Komödie bemerkbar; die besten Pointen hat er natürlich sich selber auf den Leib geschrieben. Doch auch seine Mitspieler erhalten Gelegenheit, sich von ihrer witzigen Seite zu zeigen; namentlich Catherine Zeta-Jones kann sich als wunderbar hochnäsig-zickige Primadonna profilieren.
Auf einen Handlungsstrang allerdings könnte frau bestens verzichten: Kiki, so erfahren wir in Rückblenden, hat sich schon vor Jahren in Eddie verliebt. Damals allerdings wurde sie von ihm nicht zur Kenntnis genommen, weil sie noch dreissig Kilogramm mehr auf dem Leibe hatte (klischeehaft wird sie dann in diesen Szenen als permanent essend vorgeführt). In der Zwischenzeit hat sie jedoch abgemagert - «Ich muss jetzt kotzen», sagt sie nach einem opulenten Mahl - und folgerichtig verliebt sich Eddie nun in sie, mit der Behauptung, er habe vorher nie bemerkt, dass sie dick gewesen sei. Na ja. Wir lernen daraus: Männer lieben nur Frauen mit Traumfiguren. Alles klar? [Katrin Gygax]
weitersagen


