The Perfect Storm
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Filmkritik

Junge, fahr nie wieder ...

Nachdem die Natur letzthin in Form von Orkanen, Vulkanen und Asteroiden den armen Menschen zugesetzt hat, lässt Wolfgang Petersen jetzt George Clooney und Mark Wahlberg auf hoher See einem Jahrhundertsturm in den Rachen schauen. Es ist die wahre Geschichte um sechs Fischer, die 1991 in den grössten je registrierten Sturm gerieten.

Gewöhnliche Menschen in aussergewöhnlichen Situationen, das ist auch hier wieder die Formel, die es dem Zuschauer ermöglicht, am Leben der Figuren teilzunehmen: Der schon etwas gealterte Skipper Billy Tyne (George Clooney) und seine Crew sind nach einem Ausflug zur «Grossen Bank» im Nordatlantik mit einem allzu kargen Fang zurückgekehrt. Vom geldgierigen Bootsverleiher Bob (Michael Ironside) in seiner finanziellen Existenz bedroht, beschliesst Billy, ein weiteres Mal auszulaufen, um bis ans flämische Kap Schwertfische aufzuspüren.

Viel mehr an Plot bietet «The Perfect Storm» nicht, die zwei Stunden Film werden aber dennoch mit genügend menschlichem Schicksal ausgefüllt, dass der Knochen nicht allzu trocken bleibt. So verweilt Petersen rund eine Dreiviertelstunde an Land, um die Gründe für die fatale Entscheidung von Billy und seiner Crew aufzuzeigen. Spezielles Augenmerk erhält dabei die Liebesgeschichte zwischen Bobby Shatford (Mark Wahlberg) und seiner Freundin Christina (Diane Lane), augenscheinlich eingebaut, um dem Zuschauer einen emotionalen Rückhalt zu bieten. Petersen verwendet dafür einige Klischees, die er allerdings mit genügend Liebe und Sorgfalt behandelt. Gleiches gilt auch für die Figuren der Fischer und deren Motive für ein weiteres Auslaufen (finanzielle Unabhängigkeit, eine sichere Zukunft). Es sind Abenteuerer wie Stadtmenschen sie sich vorstellen, und wie man sie schon oft in anderen marinen Spektakeln gesehen hat. Zwar füllen die Schauspieler ihre Rollen mit Elan aus, dramaturgisch aufwerten können diese kleinen Charakterstudien die dürftige Handlung dennoch nicht. Man muss Petersen jedoch zugute halten, dass seine Inszenierung des grossen Sturmes nahezu perfekt ist. Der Zuschauer wird nicht so sehr aufgrund des Schicksals der Figuren, sondern der überragenden Technik wegen emotional involviert.

Petersen hat eine Ahnung von charakterstarken Abenteuern, das bewies nicht nur «Das Boot» (1981) sondern auch «In the Line of Fire» (1993). Befürchtungen, dass sich Petersen schon allzu stark mit dem «Reissbrettismus» Hollywoods abgefunden hätte, widerlegt er mit «The Perfect Storm» zum Teil.

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4 Kommentare
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movie world filip

tolle wetter-katastrofe film - das boat regisseur jetzt mit clooney auf ein boat
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Tobias

gar nicht mal so übel. grosses popcornkino, aber auch mit etwas herz. ein guter blockbuster, der mit seinen effekten und den darstellern überzeugt. die handlung ist nicht sehr komplex und es war auch ...
mehr
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Michael

NaJa. Chli ä scheiss he: -) Zuerst eine Stunde gelaber dann eine Stunde nur Wasser und Wellen
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Kristof Der Sturm. Wahnsinn! Super Film! Absolut überragend!

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