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Sexy Beast - Filmkritik

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Land (Jahr): Spanien, Grossbritannien (2000)
Genre:Comedy, Crime, Drama
Filmlänge:88min
Regie:Jonathan Glazer
Kinostart:25.07.2002
 07.08.2002 (Romandie)
Drehbuch:Louis Mellis

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Gangster werden ist nicht schwer, auszusteigen aber sehr

40

Vom friedliebenden Gandhi ist bei Ben Kingsley in «Sexy Beast» nichts übrig geblieben. Als brutaler Ganove, der einen ausgestiegenen Safeknacker auf die schiefe Bahn zurückgeleiten will, bietet er eine Einmannshow von Weltformat. Daneben gehen die gestylten Bilder und die Handlung der britischen Gangstergeschichte beinahe unter.

Bildgalerie

Gary «Gal» Dove (Ray Winstone), seines Zeichens faul gewordener Londoner Gangster, hat seine Gefängnisstrafen abgesessen und beschlossen, sich nur noch den schönen Seiten des Lebens an der Costa del Sol zu widmen. Gal ist glücklich. Die spanische Sonne röstet seinen gut gefüllten Bauch, während ein Jüngling den Swimmingpool reinigt. Gal scheint aber auch Unheil anzuziehen. Ein kubikmetergrosser Felsbrocken kullert als Bote des Übels knapp an seinem Kopf vorbei in den Swimmingpool. Doch das ist nur der Anfang. Am folgenden Tag eröffnen ihm Aitch (Cavan Kendall) und Jackie (Julianne White), ein befreundetes Paar, dass ein alter Bekannter aus London zu Besuch komme.

Als der Name Don Logan fällt, ist die Ferienstimmung schnell verflogen. Don (Ben Kingsley) eilt aus der Ganovenwelt nicht der beste Ruf voraus, und als er seine Aufwartung macht, wird schnell klar warum: Logan ist komplett unberechenbar, er schweigt entweder bedrohlich oder flucht wie ein Ochsenkutscher, hinter seiner ruhigen Fassade lauert stets der Jährzorn, und man ahnt, dass gewalttätige Explosionen bei ihm an der Tagesordnung sind. Ausgerechnet dieser Mann will Gal dazu überreden, bei einem Einbruch in London mitzumachen. Dessen Versuche, sich als Pensionierter auszugeben, fruchten wenig. Logan ist eine Landplage und lässt sich nicht abwimmeln. Als seine Überzeugungsversuche weder mit der Zunge noch mit der Faust fruchten, reist Don wutentbrannt ab. Doch das war nur der erste Akt.

«Sexy Beast» lehnt sich zwar an die Tradition des britischen Gangsterfilms an, lässt sich aber nur beschränkt mit dessen neueren Exponenten wie etwa Guy Ritchie's «Snatch» oder «Lock, Stock and two smoking Barrels» vergleichen. Zwar weisen die verschrobenen Figuren Ähnlichkeiten auf, doch «Sexy Beast» legt weniger Wert auf Action und verzwirbelte Handlungsstränge als auf Charakterstudien. So gesehen ist der Streifen in der ersten Hälfte schon beinahe ein Kammerspiel, in dem Ben Kingsley allen die Show stiehlt.

Nach dem Oscar von 1983 für seine Rolle als Friedensprophet Gandhi hat ihm der stets gewaltbereite Don Logan dieses Jahr verdientermassen eine weitere Oscarnomination eingebracht. Kingsley entfernt seine Figur meilenweit vom eindimensionalen Filmbösewicht: Er gibt sich nach aussen cool, lässt aber das innerliche Brodeln durchscheinen, er pendelt zwischen distinguiertem Auftreten und den Manieren eines Fuhrknechtes, er fasziniert und stösst gleichzeitig ab. Daneben verblassen die restlichen Charaktere zunehmend, auch wenn sie anprechende Leistungen liefern.

Der ehemalige Werbe- und Videoclipfilmer Jonathan Glazer garniert die Geschichte mit durchgestyleten Bildern, die zwar ihre Wirkung nicht verfehlen, aber auch nicht darüber hinwegtäuschen können, dass die Handlung an sich etwas dünn gestrickt bleibt. Ohne Kingsley's Tour de Force bliebe «Sexy Beast» leidglich eine ästhetische Mischung aus Videoclip und Gangsterfilm.

[Bruno Amstutz]

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m&m's movie world filip: tolle film, tolle leistungen von kingsley und ray ...
m&m's Maja: super lustig..die einbruchsart ist sehenswert...!...
m&m's Tuvok: Sexy Beast Also da gibt’s nen Gangster der he...
m&m's Hansjörg: Ein super Ben Kingsley!! Aber der Rest ist nichts ...
m&m's Paolo: Ich finde B. Kingsley einen guten Schauspieler. Ab...