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Trade - Filmkritik

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Land (Jahr): Deutschland, USA (2007)
Genre:Crime, Drama, Thriller
Filmlänge:119min
Regie:Marco Kreuzpaintner
Kinostart:18.10.2007
Drehbuch:Jose Rivera
 Peter Landesman

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Menschenhandel und andere Tragödien

Über den Baumkronen des Regenwaldes: Vor einem Hügel macht die Kamera Halt. Begleitet vom Pulsieren eines mexikanischen Songs nimmt die Kamera erneut Fahrt auf, überwindet den Kamm und offenbart einen atemberaubenden Blick auf die Megalopolis Mexico City. Auch «Trade» hat Grosses vor.

Bildgalerie

Eigentlich hätte Roland Emmerich bei «Trade» Regie führen sollen. Aber nachdem er sich für die Regie bei «10'000 B.C.» entschieden hatte, heuerte er den deutschen Jungregisseur Marco Kreuzpaintner an, dessen«Sommersturm» ihn schwer beeindruckt hatte. Gemeinsam mit Rosilyn Heller fungierte Emmerich schliesslich als Produzent, und alle drei hatten sie im Sinn, einen «unabhängigen Film» zu schaffen. Eine lobenswerte Entscheidung: Durch mehr Einfluss aus Hollywood wäre «Trade» kaum so geworden, wie der Film sich jetzt präsentiert: sehr mexikanisch, äusserst schonungslos und beängstigend authentisch.

Adriana (Paulina Gaitan) lebt mit ihrer Mutter in La Merced, einem armen, kriminellen Stadtteil Mexico Citys. Adriana liebt Gott und ihren älteren Bruder Jorge (Cesar Ramos), der sein Taschengeld mit kleinen krummen Geschäften verdient. Eines Tages wird Adriana in einen Wagen gezerrt und an einen Umschlagplatz von Frauen- und Kinderhandel gebracht. Jorge nimmt die Spur der Entführer auf und heftet sich allen an die Fersen: den Kidnappern, seiner Schwester, den anderen verschleppten Jungen, Mädchen und Frauen. Die Reise ist lang: Sie führt bis nach New Jersey, wo Adriana - im Internet - als Jungfrau an einen solventen Käufer versteigert werden soll. Unterwegs trifft Jorge auf den Versicherungspolizisten Ray (Kevin Kline), und nachdem die beiden Vertrauen zueinander gefunden haben und beschliessen sie, Adriana zurück zu holen.

Dass Frauen- und Kinderhandel sich überall abspielt, wollen viele nicht wahrhaben. Doch meist kommen gerade die Käufer der Verschleppten aus unserem Umfeld: Sie sind westlich, reich, weiss. Doch «Trade» will nicht ausschliesslich das Thema Sexhandel ansprechen; der Film handelt auch von den kulturellen Unterschieden - von den Hautfarben, der Sprache, dem Glauben. Und er fordert zum Handeln auf, wo immer es möglich ist. «Wir sind auch Amerikaner. Es gibt Nord-, Mittel- und Südamerika», sagt Jorge einmal im Auto zu Ray. Der Satz entwaffnet nicht nur den Versicherungspolizisten, sondern bleibt auch als zentraler im Kopf des Zuschauers haften.

«Trade» bietet nicht eigentlich Unterhaltung und ist auch nicht sonderlich spannend. Aber «Trade» ist ein grosser Film: Denn er zeigt die Realität schonungslos. Das ist aufrüttelnd und echt, und es ist verdammt gut. [Fabienne Schmuki]

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m&m's Marcel: Ausser die Eröffnungssequenz ist der Film bis zum ...
m&m's Lukas: Sehr aufwühlender Film. Wirklich ein Meisterwerk....
m&m's Philipp: Empfehlenswert! Ein Film der unter die Haut geht u...
m&m's Hansueli HDS: Ein Film, der jeder gesehen haben sollte, der wiss...